APA - Austria Presse Agentur

Das sagen Alaba und Arnautovic zum aberkannten Tor

26. Juni 2021 · Lesedauer 2 min

Kapitän David Alaba findet trotz bitterer Niederlage lobende Worte für seine Teamkameraden. "Wir können stolz auf uns sein, auch Österreich kann stolz auf uns sein", sagt er. Marko Arnautovic zeigt sich verbittert über sein aberkanntes 1:0.

"Das in Worte zu fassen, ist im Moment gerade wirklich nicht einfach", sagt David Alaba unmittelbar nach dem 1:2 gegen Italien. "Wir können stolz auf uns sein, auch Österreich kann stolz auf uns sein. Letzten Endes wurden wir für diese Leistung, diese komplette Endrunde nicht belohnt. Das ist sehr bitter. Wenn man sich das Spiel heute anschaut, das tut sehr weh", so der ÖFB-Kapitän.

Mit der Leistung seines Teams ist Alaba zufrieden: "Italien bringt eine Qualität mit, aber man hat auch gesehen, dass sie mit der Zeit immer mehr Respekt vor uns hatten. Wir haben Mut und Willen bewiesen, die Einstellung hat zu 100 Prozent gepasst. Da geht es um Kleinigkeiten, die ein, zwei Prozent haben gefehlt."

Zum aberkannten Kopfballtor von Arnautovic sagt Alaba: "Ich habe das 1:0 von uns noch gar nicht gesehen, ich weiß nicht, wie viel der im Abseits war. Das passt alles zusammen, wenn wir mit 1:0 in Führung gehen, bringen wir das nach Hause."

"Man kann sich nicht mehr freuen, man muss immer warten"

Marko Arnautovic ließ seinem Frust freien Lauf: "Wir haben schon oft genug diskutiert wegen dieser VAR-Geschichte: Man kann sich nicht mehr freuen, man muss immer warten, bis irgendwelche Leute irgendwas entscheiden, ob das Abseits ist, oder ein Tor ist, oder ein Foul ist. Das hat mit Fußball gar nichts mehr zu tun, aber wir müssen das akzeptieren, für mich persönlich ist es extrem schwer", so der enttäuschte Stürmer.

Er ist sich sicher, "wenn ein Quäntchen Glück auf unserer Seite ist, ist das Spiel nach 90 Minuten vorbei und wir sind weiter. Weil ich glaube nicht, dass sie zurückgekommen wären nach diesem 1:0", so Arnautovic.

"Fazit ist, dass wir zufrieden sein können. Aber ich bin nicht zufrieden", so der Stürmer. "Ich wollte auch ins Viertelfinale, ich denke, das wollten wir alle. Wenn du die Gesichter von allen siehst, sieht man, dass keiner zufrieden, dass wir jetzt nach Hause gehen."

Quelle: Agenturen / Redaktion / APA/hos