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Alcaraz entthront Djoković, gewinnt erstmals Wimbledon

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Der Wimbledon-Sieger der Männer heißt Carlos Alcaraz. Der Weltranglistenerste aus Spanien setzte sich in einem packenden Finale gegen Titelverteidiger Novak Djoković durch. Für Alcaraz ist es sein zweiter Grand-Slam-Titel und sein erster in London.

Carlos Alcaraz hat sich am Sonntag erstmals zum Wimbledon-Champion gekürt. Der Weltranglistenerste aus Spanien setzte sich in einem hochklassigen Endspiel gegen den Titelverteidiger Novak Djoković mit 1:6,7:6(6),6:1,3:6,6:4 durch.

Damit triumphierte er nach den US Open im Vorjahr zum zweiten Mal bei einem Major-Turnier. Djoković verpasste indes seinen achten Wimbledon- und gesamt 24. Grand-Slam-Titel.

Federer bleibt Wimbledon-Rekordsieger

Nach Boris Becker und Björn Borg ist Alcaraz nun der drittjüngste Wimbledon-Sieger im Männer-Einzel. Dank des Erfolges bleibt der Spanier auch an der Spitze der Weltrangliste. Für Djoković endete nach vier Titeln und 34 ungeschlagenen Matches in Serie die Dominanz auf dem "heiligen Rasen". Roger Federer ist mit acht Triumphen weiterhin Rekordsieger des Turniers.

Djoković begann in seinem 35. Grand-Slam-Finale wie aus einem Guss und ließ seinem zunächst überforderten Kontrahenten im ersten Satz keine Chance. Mit Breaks zum 2:0 und 4:0 waren schnell die ersten Weichen gestellt, bei 0:5 machte Alcaraz bei eigenem Aufschlag das Ehrengame, nach 34 Minuten hatte der "Djoker" aber den ersten Satz in der Tasche.

Schlagabtausch vor High Society

Durchgang zwei sah da schon ganz anders aus. Alcaraz legte die erste Nervosität ab und auf dem Centre Court entwickelte sich vor viel Prominenz das eigentlich erwartete Match. Alcaraz nutzte seinen zweiten Breakball zur 2:0-Führung.

Der 20-jährige Spanier vergab dann vor den Augen u.a. des spanischen Königs Felipe und Hollywood-Größen wie Brad Pitt und Daniel Craig die Chance zum 3:0 und Djoković holte sich postwendend das Break zurück.

Im vierten Game wehrte Djoković einen Breakball ab und ließ sich auch bei 2:3 und 0:30 den Aufschlag nicht abnehmen. Das blieb so, auch als Alcaraz bei 5:4, Aufschlag Djoković nur zwei Punkte vom Break und Satzausgleich entfernt war.

Schlussendlich ging der Satz ins Tiebreak, in diesem lag Djoković mit 3:0 voran, leistete sich im weiteren Verlauf allerdings drei vermeidbare Fehler. Alcaraz kämpfte sich zurück und vollendete einen Rückhand-Return zum Satzausgleich.

Djoković kritisiert den Referee

Der Spanier nutzte das Momentum und nahm Djoković gleich zu Beginn des dritten Satzes den Aufschlag ab. Djoković wirkte nun angreifbar, haderte mit seinem Spiel und diskutierte mit dem Schiedsrichter über die Shot Clock.

Folgend schaffte Alcaraz in einem über 25 Minuten andauernden Game, welches 32 Ballwechsel beinhaltete, das Doppelbreak zum 4:1. Damit war die Gegenwehr des "Djokers" gebrochen, Alcaraz gewann klar mit 6:1.

Im Laufe des vierten Durchgangs steigerte sich Djoković wieder deutlich, ein hart erkämpftes Break zum 3:2 war die Folge. Der Serbe bewegte sich besser, wirkte fokussierter und bekam die zuvor etwas strauchelnde Rückhand in den Griff. Mit einem weiteren Break erzwang Djoković schließlich den entscheidenden fünften Satz.

Alcaraz gewinnt nach 4:42 Stunden

In diesem setzte Alcaraz den ersten, und am Ende auch entscheidenden Nadelstich. Der Spanier nahm Djoković den Aufschlag zum 2:1 ab, woraufhin der Serbe seinen Schläger am Netzpfosten zertrümmerte. Danach agierte Alcaraz souverän, zeigte auch beim Ausservieren keine Nerven und verwandelte nach 4:42 Stunden seinen ersten Matchball.

ribbon Zusammenfassung
  • Der Wimbledon-Sieger der Männer heißt Carlos Alcaraz.
  • Der Weltranglistenerste aus Spanien setzte sich in einem packenden Finale gegen Novak Djoković durch.
  • Für Alcaraz ist es sein zweiter Grand-Slam-Titel und sein erster in London.

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