Björn Werner in neuer Rolle: "Was die ELF aufgebaut hat, ist unfassbar"

23. Juni 2022 · Lesedauer 3 min

Björn Werner ist eines der Gesichter des American Football-Sports im deutschsprachigen Raum. Im exklusiven PULS 24-Interview spricht der Ex-NFL-Spieler über seine neue Rolle im Management der Berlin Thunder, die ELF und darüber, wie sehr er seiner aktiven Karriere nachtrauert. Werner lobt außerdem die Raiders Tirol und die Vienna Vikings.

38 Spiele in der NFL. Der erste deutsche First Round Pick. Mit Björn Werner hatte die Tivoli Arena in Innsbruck letzten Sonntag hohen Besuch. Der ehemalige Defensive End/ Outside Linebacker der Indianpolis Colts ist mittlerweile als Co-Owner und sportlicher Leiter im Management der Berlin Thunder aktiv. 

Die Anspannung während den Spielen hat bei Werner jedoch nicht nachgelassen. Das Gegenteil ist der Fall, wie er im PULS 24-Interview verrät: "Ich fiebere komplett mit. Als Spieler ist man vor dem Spiel nervös, doch nach den ersten paar Spielzügen ist das Gefühl weg. Ich sitze da oben und es geht nicht weg", meint Werner, der die Nervosität als Funktionär sogar als schlimmer bezeichnet ("Du kannst nichts machen").

Die Berlin Thunder sind Gründungsmitglied der European League of Football. Der 31-jährige Werner ist dem Sport außerdem als Podcast-Produzent ("Football Bromance", gemeinsam mit Patrick Esume) und TV-Experte verbunden geblieben. 

Björn Werner (rechts im Bild) in neuer Rolle.

Lob für ELF und Raiders/Vikings

Die Thunder haben die Debütsaison in der ELF mit einer 3-7-Bilanz auf dem letzten Platz der North Division beendet. In die zweite Spielzeit sind sie mit zwei Niederlagen und einem Sieg gestartet. Am Sonntag setzte es beim Gastspiel in Tirol eine 16:28-Niederlage. Werner ist seit September 2021 mit an Bord und sieht in seiner Franchise, aber auch in der Liga viel Potential: "Was diese Liga in nicht einmal eineinhalb Jahren aufgebaut hat, ist schon unfassbar." Werner lobt das Gesamtpaket vom Social Media Auftritt über den Gamepass bis hin zu TV-Übertragungen in Österreich und Deutschland. Vergleiche mit der NFL seien dennoch nicht angebracht: "Die NFL wird es nie. Da muss man realistisch bleiben."

Mit Berlin soll heuer der erstmalige Einzug in die Playoffs gelingen. Das Ziel ist es allerdings zuerst einmal "so viele Spiele wie möglich zu gewinnen." Viel Lob hat der Ex-NFL-Profi für die Raiders Tirol und die Vienna Vikings übrig. "Das sind zwei sehr gute, traditionsreiche Teams."

Seine aktive Karriere musste der Deutsche aufgrund anhaltender Kniebeschwerden beenden. Ab und zu sieht man den 31-Jährigen im Training der Berliner laut eigenen Angaben noch am Feld. Danach "tut der Körper aber auch den ganzen Tag weh." Der volle Fokus liegt nun auf seiner Karriere im Management: "Ich stehe an der Seitenlinie und versuche alles hinter den Kulissen zu fixen."

Maximilian PatakQuelle: Redaktion