Beierl holt EM-Silber im Monobob
Beierl als Österreichs Toppilotin fehlten am Ende nur 15 Hundertstelsekunden auf EM-Gold. Ihren Bahnrekord von 1:11,49 Min. drückte erst die australische Siegerin Bree Walker um zwei Zehntel. "Sehr überraschend, vor allem nach dem ersten Lauf", meinte Beierl nach ihrer insgesamt dritten Medaille in einem EM-Rennen. 2019 und 2021 hatte sie jeweils im Zweier Bronze geholt. Die 32-Jährige verwies die deutsche Titelverteidigerin, Zweier-Olympiasiegerin Laura Nolte, auf den Bronzerang und eroberte Österreichs erstes EM-Edelmetall im Monobob.
Nach den jüngsten Weltcup-Rängen zwei in Lillehammer, drei in Sigulda und vier in Winterberg bejubelte Beierl das nächste Topergebnis in dieser Disziplin. "Es ist eine unglaubliche Serie an Spitzenplätzen, und ich hoffe, dass sie nicht reißt", sagte die Vizeeuropameisterin. "Wenn man eine EM-Medaille macht, dann ist das immer toll", ergänzte Bob-Nationaltrainer Wolfgang Stampfer. "Vor allem auch als Vorbereitung für die Olympischen Spiele - also wirklich ein Traum."
In dieser Form darf sich Beierl auch bei den Winterspielen in Cortina zusehends Medaillenhoffnungen machen. Die Entscheidung, wer dort im Zweier ihre Anschieberin sein wird, soll am Tag nach dem Weltcup-Finale nächste Woche in Altenberg fallen. Bei der EM tritt Beierl am Sonntag (9.00 Uhr) mit Christania Williams an, zweite Option ist Nicola Pichler. Lea Haslwanter verpasste im Monobob-Weltcup in St. Moritz als 24. den zweiten Lauf, in der EM-Wertung landete sie auf Platz 15.
Zusammenfassung
- Katrin Beierl holte bei der Monobob-EM in St. Moritz Silber und verbesserte sich im zweiten Lauf vom neunten auf den dritten Weltcuprang.
- Beierl fehlten nur 0,15 Sekunden auf Gold, das an die Schweizerin Melanie Hasler ging, während ihr Bahnrekord von 1:11,49 Minuten von der Australierin Bree Walker um 0,2 Sekunden unterboten wurde.
- Die 32-Jährige sicherte sich nach Bronze 2019 und 2021 ihre dritte EM-Medaille und ist damit die erste Österreicherin mit EM-Edelmetall im Monobob.
