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Bayern steht vor Verpflichtung von Mazraoui von Ajax

11. Mai 2022 · Lesedauer 2 min

Der deutsche Fußball-Rekordmeister Bayern München hat Noussair Mazraoui von Ajax Amsterdam als ersten Neuzugang für die kommende Saison verpflichtet. Das berichtete der "kicker" am Mittwoch. Demnach soll sich der 24-jährige Abwehrspieler mit den Münchnern auf einen Vierjahresvertrag bis zum 30. Juni 2026 geeinigt haben. Der Zugang des marokkanischen Nationalspielers zeichnet sich schon seit einiger Zeit ab.

Mazraoui kostet keine Ablöse, weil sein Vertrag in den Niederlanden in diesem Sommer ausläuft. Nagelsmann hatte "ein paar Baustellen" im Kader der Bayern um ÖFB-Kicker Marcel Sabitzer eingeräumt. Er hätte nichts dagegen, "wenn wir ein, zwei Gegenpressingmaschinen kaufen würden", wie der 34-Jährige sagte. Er hofft auf neue Reizpunkte im Aufgebot.

Laimer, Gravenberch und Sosa ebenfalls im Gespräch 

Neben Mazraoui soll auch dessen Teamkollege Ryan Gravenberch aus Amsterdam nach München wechseln. Die Vereine müssen sich aber noch auf eine Ablösesumme einigen. Der 19-jährige Mittelfeldspieler steht bei Ajax noch bis 2023 unter Vertrag. Laut "Sport Bild" sollen auch Borna Sosa (24) vom VfB Stuttgart und ÖFB-Teamspieler Konrad Laimer (24) von RB Leipzig auf der Wunschliste von Nagelsmann stehen.

Mazraoui könnte die Lücke auf der rechten Abwehrseite schließen, wo die Bayern schon seit den Zeiten von Hansi Flick als Trainer nach einer überzeugenden Personallösung suchen. Weltmeister Benjamin Pavard, der auch in der französischen Nationalmannschaft rechts spielt, drängt schon seit längerer Zeit in die Innenverteidigung. Durch eine Verpflichtung von Mazraoui kann Nagelsmann mit Pavard mehr im Abwehrzentrum planen.

Die "Sport Bild" berichtet zudem über ein "angespanntes Verhältnis" zwischen Nagelsmann und Sportvorstand Hasan Salihamidzic. Dabei gehe es "vor allem wieder um unterschiedliche Erwartungen und gegensätzliche Auffassungen bei der Kadergestaltung". Schon mit Nagelsmanns Vorgänger Flick hatte es in Kaderfragen Differenzen zwischen diesem und dem Sportvorstand gegeben.

Quelle: Agenturen / mpa