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Bayern holen mit Kantersieg über Pilsen neuen CL-Rekord

04. Okt. 2022 · Lesedauer 4 min

Der FC Bayern hat am Dienstag mit einem Kantersieg einen neuen Rekord in der Fußball-Champions-League aufgestellt. Nach dem 5:0-Heimerfolg über Viktoria Pilsen ist der deutsche Rekordmeister in der "Königsklasse" seit 31 Gruppenspielen ungeschlagen und ließ damit in dieser Rangliste Real Madrid hinter sich. Außerdem gelang den Münchnern eine optimale Generalprobe für den Bundesliga-Schlager am Samstag bei Borussia Dortmund.

Im Parallelspiel der Gruppe C setzte sich Inter Mailand daheim gegen den FC Barcelona mit 1:0 durch. So wie der FC Bayern hält auch SSC Napoli in Pool A beim Maximum von neun Punkten. Die Süditaliener feierten bei Ajax Amsterdam einen 6:1-Sieg. Liverpool gewann an der Anfield Road gegen die Glasgow Rangers 2:0. Oliver Glasners Eintracht Frankfurt holte vor eigenem Publikum gegen Tottenham ein 0:0, Bayer Leverkusen verlor beim FC Porto 0:2. Olympique Marseille behielt gegen Sporting Lissabon mit 4:1 die Oberhand und Brügge siegte in Belgien gegen Atletico Madrid 2:0.

In der Allianz Arena war von Beginn an offensichtlich, dass die Gäste aus Tschechien den Bayern nichts entgegenzusetzen hatten. Der überragende Leroy Sane (7., 50.), Serge Gnabry (13.), Sadio Mane (21.) und Eric Choupo-Moting (59.) erzielten die Tore für die drückend überlegenen Hausherren, die in Gruppe C nach drei Partien beim Maximum von neun Punkten halten. ÖFB-Teamspieler Marcel Sabitzer wurde bei den Münchnern in der 73. Minute eingewechselt.

Im zweiten Gruppenspiel ging Inter durch einen platzierten Flachschuss von Hakan Calhanoglu kurz vor der Pause in Führung. Nach dem Seitenwechsel drückte Barca auf den Ausgleich, ein Tor von Pedri wurde nach vorangegangenem Handspiel von Ansu Fati vom VAR aberkannt (65.). Die Katalanen sind dadurch hinter Bayern (9 Punkte) und Inter (6) mit drei Zählern nur Dritter.

In Pool A marschiert Napoli vorneweg. Der Serie-A-Spitzenreiter befindet sich in einer bemerkenswerten Form, wie das 6:1 in Amsterdam durch Treffer von Giacomo Raspadori (18., 47.), Giovanni di Lorenzo (33.), Piotr Zielinski (45.), Khvicha Kvaratskhelia (63.) und Giovanni Simeone (81.) bewies. Daran konnte auch der in der 80. Minute eingewechselte Florian Grillitsch nichts ändern. Platz zwei belegt Englands Vizemeister Liverpool, der gegen die Rangers dank Trent Alexander-Arnold (7./Freistoß) und Mohammed Salah (53./Elfmeter) einen ungefährdeten Erfolg landete.

In Gruppe D fuhr Olympique Marseille mit einem Heim-4:1 gegen das mit zwei Siegen gestartete Sporting Lissabon die ersten Punkte dieser Champions-League-Saison ein. Die Partie begann mit rund 15-minütiger Verspätung, weil der Bus der Portugiesen aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens zu spät ins Stadion kam - und das, obwohl es sich um ein Geisterspiel handelte. Aufgrund der Ausschreitungen im Duell zwischen Marseille und Eintracht Frankfurt im September waren keine Zuschauer erlaubt.

Kurios verlief auch die Partie selbst. Sporting ging durch Trincao nach 51 Sekunden in Führung. Dann misslang ein Abschlag von Gäste-Goalie Antonio Adan, Alexis Sanchez hielt den Fuß in die Flugbahn des Balles und es stand 1:1 (13.). Vier Minuten später stellte Amine Harit auf 2:1 für die Franzosen, in der 28. Minute erhöhte Leonardo Balerdi auf 3:1. Zu diesem Zeitpunkt war Sporting schon in Unterzahl, weil sich Adan ein Handspiel außerhalb des Strafraums erlaubte und wegen Torraubs ausgeschlossen wurde (23.). Damit war das Match gelaufen, Chancel Mbemba sorgte in der 84. Minute für den Endstand.

Das Parallelmatch zwischen Glasners Eintracht und Tottenham brachte ein 0:0, beide Teams halten nun bei vier Punkten. Es führt Sporting (6), Marseille (3) ist Letzter. Klarer sind die Fronten in Pool B abgesteckt, wo Brügge überraschend mit neun Punkten vor Leverkusen, Porto und Atletico Madrid (je 3) an der Spitze steht.

Die Belgier setzten sich vor Heimpublikum gegen die Spanier durch Tore von Kamal Sowah (36.) und Ferran Jutgla (62.) mit 2:0 durch. Antoine Griezmann vergab für die Gäste eine Viertelstunde vor Schluss einen Elfmeter, als er den Ball an die Latte donnerte. Leverkusen musste sich in Porto aufgrund der Treffer von Zaidu Sanusi (69.) und Galeno (87.) geschlagen geben. Patrik Schick hatte in der 45. Minute einen Strafstoß für die Werks-Elf nicht im Tor untergebracht.

Quelle: Agenturen