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Barisic-Comeback als Rapid-Trainer bei Cup-Partie in Wattens

17. Okt. 2022 · Lesedauer 4 min

Das Achtelfinale des ÖFB-Cups geht diese Woche über die Bühne und den Auftakt machen am Dienstag die Bundesligisten WSG Tirol und der SK Rapid Wien (18.00 Uhr/live ORF 1). Bei den dauerkriselnden Hütteldorfern bestreitet Zoran Barisic nach der Trennung von Coach Ferdinand Feldhofer in Wattens sein Comeback auf der grün-weißen Trainerbank. Austria Klagenfurt, die SV Ried sowie der LASK treten allesamt bei Zweitligisten an und müssen dort ihre Favoritenrolle beweisen.

Geschäftsführer Sport Barisic beginnt in Tirol seine dritte Trainer-Periode bei Rapid, seine zweite als Interimscoach. Unterstützt wird er von den Assistenten Thomas Hickersberger und Jürgen Macho sowie Sportkoordinator Steffen Hofmann. "Die WSG ist ein sehr gefährlicher und unangenehmer Gegner. Sie sind schwer auszurechnen, weil sie sehr mutig nach vorne spielen, dazu kommt der Heimvorteil", erklärte der 52-Jährige.

Wie man gegen Wattens gewinnt, wissen die Grün-Weißen: Am 1. Oktober gab es in Innsbruck ein 5:0 in der Liga - der letzte volle Erfolg unter Feldhofer. "Beim 5:0 haben wir zwei verschiedene Hälften gesehen. Es wird hart und unangenehm, aber es ist unser Ziel, weiterzukommen", bekräftigte Barisic, dessen Club zuletzt 1995 Pokalsieger war.

Die WSG freut sich auf ein echtes Heimmatch, denn gespielt wird im Wattener Gernot-Langes-Stadion. Erwartet wird ein mit 3.500 Zuschauern volles Haus, darunter 350 Rapid-Fans. "Die letzten Male war das hier immer ein Fußballfest", erzählte Wattens-Coach Thomas Silberberger, der den Wiener Gästen einen heißen Pokalfight versprach. "Wir möchten ab der ersten Minute sofort in die Partie rein und Rapid einen Kampf anbieten." Der Tiroler, der auf den angeschlagenen Innenverteidiger Dominik Stumberger verzichten muss, ging davon aus, dass Barisic viel umstellen werde. "Für uns ist es ein Schuss ins Blaue. Ich glaube schon, dass Zoki einiges verändert."

Die SV Ried wird unterdessen im Achtelfinale von Zweitliga-Spitzenreiter SV Horn herausgefordert (19.30 Uhr). Im Waldviertel wollen die Innviertler ihr neues Selbstbewusstsein nach zuletzt zwei Ligasiegen beim WAC (2:1) und gegen Rapid (1:0) demonstrieren. Unterschätzen will man den Gegner aber nicht. "Der Klassenunterschied ist marginal. Es ist ein Spiel auf Messers Schneide: Wenn wir glauben, es wird leichter als gegen Rapid, werden wir dort ausscheiden", sagte SVR-Trainer Christian Heinle.

Auch Horn hat zuletzt gegen Rapid mit 1:0 gewonnen, allerdings gegen die zweite Mannschaft der Hütteldorfer. Im Juli bezwangen die Niederösterreicher Ried in einem Testspiel mit 1:0, in bisher sechs Pflichtspiel-Duellen behielten aber immer die Innviertler die Oberhand.

Klagenfurt gastiert derweil in Dornbirn (19.00). Die Pacult-Truppe ist gewarnt, schließlich eliminierten die Vorarlberger in der zweiten Cup-Runde den TSV Hartberg (3:2). Die Kärntner haben allerdings heuer bisher ausschließlich gute Erfahrungen im Pokal mit Teams aus dem Ländle gemacht: So wurde in Runde eins Admira Dornbirn mit 8:1 und in Runde zwei SW Bregenz mit 5:0 abgefertigt. Nun soll der Vorarlberg-Hattrick erfolgreich vollendet werden.

Den Abschluss am Dienstag bildet die Partie des FAC gegen den LASK (20.15). Beide Teams kreuzten zuletzt vor mehr als fünf Jahren in der zweiten Liga die Klingen (2:2 am 19.5.2017) - in der Aufstiegssaison der Linzer unter Trainer Oliver Glasner. Bei den Floridsdorfern kickte damals bereits Mirnes Becirovic. "Über die Favoritenrolle brauchen wir natürlich nicht reden", sagte der FAC-Kapitän. "Aber am Ende des Tages ist es nur ein einziges Spiel und wir werden alles reinhauen, um dem LASK lange Paroli zu bieten."

Der FAC hat sich in der 2. Liga nach einem holprigen Saisonstart auf Rang drei vorgespielt, zuletzt aber gegen Schlusslicht Kapfenberg nur ein 1:1 erreicht. Die Linzer hingegen beendeten mit einem 3:1-Erfolg in Klagenfurt ihre fünf Spiele umfassende sieglose Serie. "Der FAC ist ein unangenehmer Gegner. Wir wollen den Schwung vom Auswärtssieg in Klagenfurt mitnehmen. Um in die nächste Runde aufzusteigen, werden wir alles investieren müssen", erklärte LASK-Coach Didi Kühbauer, dessen Elf in der zweiten Pokalrunde beim Tiroler Regionalligisten Imst erst nach Verlängerung als 4:1-Sieger vom Platz ging.

Quelle: Agenturen