APA - Austria Presse Agentur

Barcelona trennte sich von Setien, Koeman soll kommen

17. Aug 2020 · Lesedauer 3 min

Der FC Barcelona hat sich nach dem blamablen Out in der Fußball-Champions League wie erwartet von Trainer Quique Setien getrennt. Die Freistellung des 61-Jährigen wurde am Montagabend als "erste Entscheidung einer größeren Umstrukturierung der ersten Mannschaft" verlautbart. Der neue Chefcoach der Katalanen soll in den kommenden Tagen ernannt werden. Er soll Ronald Koeman heißen.

Der FC Barcelona hat sich nach dem blamablen Out in der Fußball-Champions League wie erwartet von Trainer Quique Setien getrennt. Die Freistellung des 61-Jährigen wurde am Montagabend als "erste Entscheidung einer größeren Umstrukturierung der ersten Mannschaft" verlautbart. Der neue Chefcoach der Katalanen soll in den kommenden Tagen ernannt werden. Er soll Ronald Koeman heißen.

Nach dem 2:8 gegen Bayern München im Viertelfinale der Königsklasse am Freitagabend war klar, dass der erst seit Jänner im Amt weilende Setien keine Zukunft als Barcelona-Trainer haben wird. Auf einer außerordentlichen Vorstandssitzung wurde die Trennung nach stundenlangen Beratungen nun abgesegnet. Setien kam auf 25 Pflichtspiele, wobei er bei 16 Siegen fünfmal verlor. Schon vor dem Aus in der Champions League verpassten Lionel Messi und Co. auch die Titel in LaLiga und im spanischen Cup. Setien hatte den Posten von Ernesto Valverde übernommen. Damals stand Barca an der Tabellenspitze.

Der Niederländer Koeman soll laut übereinstimmender spanischer Medienberichte nun übernehmen. Der ehemalige Star der Blaugrana ist derzeit als Bondscoach seiner Heimat engagiert. Koeman hatte von 1989 bis 1995 hauptsächlich als Libero für den FC Barcelona gespielt und war mit dem Club viermal spanischer Meister und 1992 Meistercup-Sieger geworden. Mit seinem Treffer in der 112. Minute entschied Koeman damals das Finale gegen Sampdoria Genua.

Nachdem die Trennung von Setien längst beschlossene Sache schien, beschäftigt Barcelona in einer der größten Krisen seiner Vereinsgeschichte auch die Frage nach der Zukunft von Lionel Messi. Der 33-Jährige soll nach der Schmach von Lissabon damit liebäugeln, den Club nach zwei Jahrzehnten zu verlassen. Viele Entscheidungen seit der Trennung von Valverde hätten Messi missfallen. Er habe intern öfter gewarnt, dass die Ziele nicht erreicht werden könnten, hieß es. Mit dem Trainerstab von Setien gab es laut Berichten immer wieder Uneinigkeiten.

Der FC Barcelona betonte laut der Sportzeitung "Mundo Deportivo", er habe noch keine Kenntnis von dem angeblichen Wechselwunsch. Der englische "Daily Mirror" schrieb indes, Manchester City wolle alles unternehmen, um Messi zu verpflichten. Unter dem heutigen City-Coach Pep Guardiola hatte der Argentinier bei Barca seine glanzvollste Zeit. Für die Katalanen geht es um viel Geld. Der Topverdiener hat noch einen Vertrag bis Ende Juni 2021. Eine Ablösesumme für Messi könnte Barcelona demnach nur diesen Sommer lukrieren.

Aus Südamerika hieß es in Medienberichten, dass auch Luis Suarez und Arturo Vidal den Club verlassen könnten. Der Uruguayer Suarez soll demnach bei seinem ehemaligen Arbeitgeber Ajax Amsterdam hoch im Kurs stehen, der Chilene Vidal zu Paris Saint-Germain gehen.

Außerdem wurde am Montag im Camp Nou über die Forderung der Opposition und vieler Fans debattiert, die für Mitte 2021 geplante Präsidentenwahl vorzuziehen. Am Ende entschieden sich die Vorstandsmitglieder dagegen, der umstrittene Josep Maria Bartomeu darf im Amt bleiben. Auch aufgrund der Coronakrise und den damit verbundenen Herausforderungen, wie es in einem Statement hieß. Im kommenden Frühjahr darf Bartomeu nach zwei aufeinanderfolgender Amtszeiten laut Statuten kein weiteres Mal für den Posten kandidieren.

Quelle: Agenturen