APA - Austria Presse Agentur

Austria will Schlagzahl hochhalten, Altach Anschluss halten

Juni 22, 2020 · Lesedauer 3 min

Die Austria will die Schlagzahl hochhalten, um gestärkt in ein mögliches "Finale" um einen Europacup-Platz zu gehen. Bei der gegen den Abstieg kämpfenden Admira soll am Dienstag nach drei Siegen in Serie der nächste Erfolg folgen. Altach versucht indes gegen Mattersburg, den Anschluss an die Austria nicht komplett zu verlieren. Im Kellerduell kämpfen St. Pölten und der WSG Tirol um Punkte.

Austria-Trainer Christian Ilzer forderte nicht nur mit Blick auf das 1:0 gegen die Admira vor drei Wochen - als die Gäste gute Chancen ausließen - volle Konzentration ein. "Natürlich haben wir zuletzt einiges richtig gemacht, sonst hätten wir nicht dreimal gewonnen. Aber es gibt kein Nachlassen, wir fokussieren uns schon wieder aus den nächsten Gegner und werden wieder nachjustieren", sagte Austrias Chefcoach vor dem Auswärtsspiel.

Die Admira will es den Gästen freilich nicht leicht machen. "Die Austria ist gut drauf, viel besser als noch vor der Zwangspause", sagte Admiras Trainer Zvonimir Soldo. Doch auch sein Team habe zwei positive Ergebnisse erzielt. "Wenn wir wieder so eine mannschaftlich geschlossene Performance abrufen, haben wir auch gegen die Austria eine Chance", wusste der Kroate. Personell müssen die Hausherren auf Abwehrchef Christoph Schösswendter und Mittelfeldmann Roman Kerschbaum verzichten, die beide gesperrt fehlen.

Der SCR Altach gilt in der Bundesliga-Qualifikationsgruppe als jene Mannschaft, die den gepflegtesten Fußball spielt. Dennoch klappt es mit den Ergebnissen nicht immer: Zwar sind die Vorarlberger im unteren Play-off das einzige Team ohne Niederlage, zuletzt gab es aber nur zwei Unentschieden gegen die Admira. Im Heimspiel am Dienstag gegen den SV Mattersburg soll wieder ein Sieg herausschauen.

"Wir sind die Mannschaft, die in dieser Liga immer das Spiel machen muss", machte Altachs Trainer Alex Pastoor klar. In den vergangenen Duellen mit Mattersburg konnte man mit dieser Situation nicht gut umgehen - die Vorarlberger warten seit vier Partien auf einen Sieg gegen den SVM. Bei Mattersburg hingegen ist man ganz auf den Abstiegskampf fokussiert. "Wir wollen ungeschlagen heimreisen. Das wäre ein super Basis für die nächsten Heimspiele", meinte Trainer Franz Ponweiser, dessen Team zwei Punkte vor dem SKN St. Pölten und je drei Zähler vor der Admira und WSG Tirol liegt.

Das Duell zwischen dem SKN St. Pölten und WSG Tirol ist zwar die Abendpartie im unteren Playoff, ein fußballerisches Schmankerl ist allerdings eher nicht zu erwarten. Beide Teams befinden sich in akuter Abstiegsgefahr, und in solchen Situationen rücken traditionellerweise Zweikämpfe und hohe Bälle in den Mittelpunkt, während auf die spielerische Note weniger Wert gelegt wird.

"Es kann sein, dass es ein Kampfspiel wird", vermutete SKN-Trainer Robert Ibertsberger. "Es kann auch passieren, dass die Partie kaum zum Anschauen sein wird, aber es geht um Punkte, sonst nichts." Ibertsbergers Team liegt nur jeweils einen Punkt vor der Admira und Schlusslicht WSG. Dessen Coach Thomas Silberberger will schnelle Gegentore, wie man sie zuletzt des öfteren kassierte, unbedingt vermeiden. "Es wird darum gehen, in den ersten 20 Minuten ins Spiel zu kommen. Dann wollen wir aus einer kompakten Abwehr heraus versuchen, Nadelstiche zu setzen."

Quelle: Agenturen