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Austria machte 2021/22 Verlust von über 7 Millionen Euro

29. Nov. 2022 · Lesedauer 2 min

Die Wiener Austria hat im vergangenen Geschäftsjahr 2021/22 ein Minus von 7,058 Millionen Euro angeschrieben.

Dies gab der Fußball-Bundesligist am Dienstag kurz vor den von der Liga veröffentlichten Finanzkennzahlen bekannt. Das Fremdkapital des Clubs konnte demnach zwar um 9,66 Prozent verringert werden, beträgt aber immer noch 71,9 Millionen Euro. Die Erträge brachen um über 20 Prozent ein.

Wegfall von Gazprom wirkt nach

"Durch den Investoren-Einstieg ist es uns gelungen, den Rucksack an negativem Eigenkapital etwas kleiner zu machen. Das negative Jahresergebnis ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass wir die vertraglich zugesicherten Leistungen von Insignia wertberichtigen mussten", erklärte Austria-Vorstand Gerhard Krisch in einem Statement. Durch den Wegfall der Gazprom-Gelder - der Vertrag mit dem russischen Energielieferanten wurde ausgesetzt - musste die Austria aufgrund nicht erfüllter Leistungen demnach Rückstellungen vornehmen, die sich auf das Jahresergebnis auswirkten.

Langfristige Investitionen

Krisch betonte weiter: "Zudem wurden im gesamten Club strukturelle Veränderungen eingeleitet, die kurzfristig wehtun und Geld kosten, uns aber langfristig helfen werden, unsere Austria auf wirtschaftlich stabile Beine zu stellen." Ein geplanter Turnaround in der Saison 2022/23 ist offenbar nicht realisierbar. Es fehlen kolportierte fünf Millionen Euro von Gazprom. Außerdem plagen den Club die deutlichen Preiserhöhungen im Energiesektor. "Auch die Zinserhöhungen für Kredite treffen die Austria als Unternehmen mit hohem Fremdkapital besonders hart", so Krisch.

Auch Lustenau mit Minus

Für Austria Lustenau hat sich die Rückkehr in die Bundesliga aus finanzieller Sicht negativ ausgewirkt. Die Vorarlberger machten im Wirtschaftsjahr 2021/22 einen Verlust von 802.000 Euro, wie sie bekanntgaben. Ein weggefallener Lizenzbonus der Liga in der Höhe von 300.000 Euro, höhere Punkteprämien und Kosten für die Adaptierung des Stadions waren drei Gründe. Die Punkteprämien seien mit 226.000 Euro deutlich über dem Budget gelegen, die Arbeiten am Stadion für die Erfüllung der Bundesligakriterien hätten Mehrkosten von 158.000 Euro verursacht.

Quelle: Agenturen / Redaktion / tgo