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Austria empfängt den LASK, Rapid in Klagenfurt

30. Juli 2022 · Lesedauer 5 min

Mit neuem Brustsponsor (Frankstahl) und den positiven Erkenntnissen vom 0:3 in Salzburg ist die Wiener Austria am Sonntag beim Saison-Heimauftakt der Fußball-Bundesliga den in der Vorwoche überzeugenden LASK auf die ersten Punkte aus. Zusätzliche Brisanz bringt Austria-Investor Jürgen Werner, der im Sommer ein Quartett mit LASK-Vergangenheit nach Favoriten lotste. Ebenfalls ab 17.00 Uhr empfängt die WSG Tirol Hartberg und Rapid ist bei der Klagenfurter Austria zu Gast.

Marko Raguz, Andreas Gruber und James Holland, dazu der von Schalke geliehene Ex-LASK-Akteur Reinhold Ranftl stehen seit dieser Saison bei der Wiener Austria unter Vertrag. Ohne Mastermind Werner hätte sich der LASK kaum seine derzeitige Stellung erarbeiten können, nun zieht der Oberösterreicher seine Fäden im Sinne der Austria. Einen Vorteil könne man für das Spiel daraus aber nicht ziehen, betonte Austria-Coach Manfred Schmid: "Ich glaube nicht, dass man sich da gegenseitig austauscht, wie der einzelne Verein auftreten wird."

"Wir wissen, dass eine richtig gute Mannschaft kommt", blickte Schmid der Aufgabe entgegen. "Es werden viele Zuschauer kommen, unsere Fans werden uns tragen." Das allein dürfte freilich noch nicht reichen gegen einen LASK, der sich beim 3:1 über Austria Klagenfurt nur eines ankreiden lassen musste: dass man nach dem 3:0 zu früh "abgestellt" hatte. "Sie waren sehr, sehr präsent, haben ein richtig gutes Spiel abgeliefert. Aber wir werden sie fordern und wollen gewinnen", betonte Schmid. "Ich bin sehr zuversichtlich."

LASK-Trainer Didi Kühbauer warnte indes vor dem Gegner, dem man bereits um neun Punkte - die sanktionierte Austria liegt ja weiterhin mit drei im Minus - enteilten könnte. "Die Austria hat eine sehr starke Saison hinter sich und im Auftaktmatch gegen Salzburg gezeigt, dass heuer wieder mit ihnen zu rechnen ist", meinte der Burgenländer. "Wir werden ein sehr gutes Spiel zeigen müssen, um bestehen zu können. Unser Ziel ist es, mit Punkten die Heimreise anzutreten." Verzichten muss Kühbauer dabei auf Mittelfeldregisseur Peter Michorl, der nach seinem wilden Foul gegen Klagenfurt zwei Spiele gesperrt ist.

Nach dem Aufstieg im Europacup am Donnerstag gegen Lechia Gdansk will der SK Rapid in der Bundesliga nachlegen. Am Sonntag steht das Gastspiel bei Austria Klagenfurt in der "28 Black Arena", dem einstigen Wörtherseestadion, auf dem Programm. Während die Wiener in der noch jungen Saison ungeschlagen sind (drei Siege, ein Remis bei nur einem Gegentreffer in vier Pflichtspielen), möchte die Truppe von Trainer Peter Pacult die ersten Liga-Punkte einfahren.

Seit knapp 26 Jahren sind die Grün-Weißen gegen die Klagenfurter in der Bundesliga ungeschlagen. Allerdings gab es seit der 0:1-Auswärtsniederlage im Oktober 1986 auch nur neun Aufeinandertreffen, die sechs Siege und drei Remis für das Team aus dem Westen Wiens zeitigten. Diese Serie möchte die Mannschaft von Coach Ferdinand Feldhofer am Sonntag fortsetzen. "Wir wollen natürlich unbedingt den nächsten Dreier machen, weil dann wäre das schon einmal ein richtig guter Start in die Saison", betonte Feldhofer. Aufgrund der Europacup-Belastung wird der Rapid-Coach in der Startaufstellung rotieren lassen.

Dass die Partie wie geplant stattfindet und nicht aufgrund von Rapids internationalem Engagement verschoben werden muss, sorgte in Klagenfurt für Erleichterung. "Wir sind sehr froh, dass unser Match am Sonntag ausgetragen wird. Nach der Niederlage zum Auftakt beim LASK (1:3) brennt unsere Mannschaft nämlich darauf, das in Runde zwei wieder geradezurücken", erklärte SKA-Geschäftsführer Sport Matthias Imhof. Trainer Pacult zeigte sich angesichts der Auftaktniederlage gelassen. "Wir müssen die Kirche im Dorf lassen, es war für alle das erste Spiel. Rapid ist gegen Ried auch schwer in die Gänge gekommen. Jeder muss erst einmal den Rhythmus in der Meisterschaft finden."

Nach einer schmerzhaften 1:2-Niederlage gegen Aufsteiger Lustenau will die WSG Tirol in der zweiten Runde voll punkten. "Wir haben uns selbst gegeißelt in Lustenau", sagte Trainer Thomas Silberberger, der von seiner Mannschaft weiterhin überzeugt ist. Seine Spieler hätten "einen extrem guten Spirit", der soll gegen den TSV Hartberg am Sonntag wieder zum Erfolg führen. Denn gegen die Oststeirer ist Wattens seit 23. Februar 2021 ungeschlagen.

"So viele Chancen wie wir gegen Lustenau vorgefunden haben, werden wir gegen keine andere Mannschaft in der Liga vorfinden. Deshalb tut die Niederlage schon sehr, sehr weh", blickte Innenverteidiger Raffael Behounek noch einmal zurück. Ähnlich äußerte sich Silberberger. "Von der Leistung her war ich zufrieden. Nur was wir rund um beide Strafräume aufgeführt haben, das war dann ausschlaggebend, warum wir mit null Punkten heimgefahren sind", sagte der Chefcoach, dessen Team in der Vorsaison gegen Hartberg ungeschlagen blieb. Wattens gewann beide Auswärtspartien mit 1:0, im Tivoli-Stadion gab es einen Sieg und ein Remis. Mit einem Sieg soll die Serie nun fortgesetzt werden.

Hartberg legte in der Vorwoche einen erfolgreichen Start mit dem Heim-2:1 gegen Altach hin. "Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt, aber haben in der zweiten Halbzeit schon nicht mehr die Klarheit und die Aggressivität an den Tag gelegt, dass wir das Spiel souverän gestalten", war Trainer Klaus Schmidt jedoch nicht vollends zufrieden. Unter der Woche habe man sich auf den Gegner aus Tirol eingestellt. "Wir wissen, dass uns ein ganz anderes Spiel erwartet", sagte Schmidt. "Sie sind sehr aggressiv, spielen sehr schnell nach vorne." Ausfallen könnte der doppelte Auftakt-Torschütze Donis Avdijai, der sich im Match eine Knöchelverletzung zuzog und kaum trainieren konnte.

Quelle: Agenturen