APA - Austria Presse Agentur

Argentinien fährt nach 0:0 gegen Brasilien zur WM

17. Nov 2021 · Lesedauer 3 min

Argentinien und Brasilien haben sich im südamerikanischen Gigantenduell in der Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Katar mit einem torlosen Unentschieden getrennt. Der "Albiceleste" um ihren Star Lionel Messi reichte dies, um sich als 13. Team für die Endrunde 2022 zu qualifizieren. Brasilien war schon davor als WM-Starter festgestanden.

"Das war ein hartes Stück Arbeit", sagte Messi nach einem sehr intensiven Spiel im argentinischen San Juan. Beide Mannschaften kamen zu wenigen Torchancen. Der Stimmung tat dies keinen Abbruch: Die argentinische Nationalmannschaft und allen voran Messi versetzten die Fans in der Provinz in Ekstase. Stundenlang waren die Anhänger in den vergangenen Tagen Schlange gestanden, um eine Eintrittskarte zu ergattern.

Messi stand nach einer Knieverletzung wieder auf dem Feld, der PSG-Star kam einem Tor erst im Finish bei einem von Brasiliens Torhüter Alisson parierten Schuss nahe. Bei Brasilien fehlte sein Clubkollege Neymar wegen Muskelproblemen. Vinicius Jr. vergab für die "Selecao" eine gute Möglichkeit, Fred traf einmal die Latte. Der Argentinier Nicolas Otamendi entging nach einem Ellbogenstoß gegen Raphinha und der Entscheidung durch den Video-Assistenten einer Roten Karte. Dies brachte Brasiliens Teamchef Tite auf die Palme. Es sei "unmöglich" das nicht zu sehen, meinte er in Richtung der Unparteiischen.

Die WM-Teilnahme der nun 27 Länderspiele ungeschlagenen Argentinier stand nicht unmittelbar fest. Ecuador schlug danach Chile, die Argentinier können dadurch nicht mehr aus dem Top Vier der Südamerika-Qualifikation verdrängt werden. Der Fünfte spielt in einem interkontinentalen Play-off um einen weiteren Startplatz. Hinter Brasilien und Argentinien hat Ecuador nun gute Chancen, Kolumbien ist vor Peru, Chile und Uruguay derzeit Vierter. Selbst Bolivien ist nach einem 3:0 gegen Uruguay noch voll im Rennen.

In der CONCACAF-Zone (Nord- und Mittelamerika, Karibik) liegt plötzlich Kanada an der Spitze. Cyle Larin traf beim 2:1 gegen Mexiko bei minus acht Grad in Edmonton zweimal für die Hausherren. Die Kanadier, zuletzt 1986 bei einer WM, sind mit vier Siegen und vier Remis nach acht Runden noch ungeschlagen. In der Tabelle liegen sie nun einen Zähler vor den USA, die auf Jamaika 1:1 spielten. Für die Amerikaner stand Salzburgs Brendan Aaronson am Feld. Mexiko und Panama folgen mit einem weiteren Punkt Rückstand. Die Top Drei sind fix in Katar dabei, der Vierte bestreitet ein Play-off.

Den WM-Traum begraben musste in Afrikas Qualifikation das Team der Elfenbeinküste. Kamerun gewann den Schlager der Runde mit 1:0 und stieß damit in die entscheidende Phase vor. Dort stehen seit Dienstag auch Algerien, Nigeria und Tunesien. Bereits davor hatten sich die DR Kongo, Ägypten, Ghana, Mali, Marokko und Senegal ins Play-off vorgekämpft. Die zehn Teams werden nun in fünf K.o.-Duellen mit Hin- und Rückspiel um die fünf afrikanischen WM-Tickets antreten.

Quelle: Agenturen