APA - Austria Presse Agentur

Admira will Aufwärtstrend fortsetzen, Austria will "liefern"

Juni 12, 2020 · Lesedauer 3 min

Nach der Abgabe der "Roten Laterne" nimmt die Admira am Samstag das nächste Ziel ins Visier: Im Heimspiel gegen Schlusslicht WSG Tirol wollen die Südstädter den Abstand zum Tabellenende der Fußball-Bundesliga auf vier Punkte ausbauen. Die Gäste hoffen auf einen positiven Impuls durch die Anwesenheit von Coach Silberberger. Die weiteren Duelle lauten: Mattersburg - Austria und Altach - St. Pölten.

WSG-Coach Silberberger gibt in der Südstadt nach einer Verletzungspause wegen eines Motorradunfalls mit Gips sein Comeback. "Ich bin der Meinung, dass es in jeder Firma so ist, dass es anders ist, wenn der Chef vor Ort ist oder nicht", meinte der 47-Jährige. Seine Ansprache vor der Partie sieht er dabei als wichtigen Faktor an. Gegen die Admira muss man trotz Personalproblemen bestehen. Mit Abwehrchef Bruno Soares, Michael Svoboda und Clemens Walch, für den die Saison wegen eines Muskelfaserrisses in der Wade zu Ende ist, gesellten sich drei weitere Akteure auf die Ausfallsliste.

Bei den Admiranern, wo sich Kolja Pusch und Jonathan Scherzer wieder fit meldeten, ist das nötige Selbstvertrauen nach dem 3:0-Triumph in St. Pölten da. "Der Derbysieg war natürlich wichtig für den Kopf. Die Stimmung ist gut. Aber, und das in aller Deutlichkeit: Der Sieg in St. Pölten ist Vergangenheit. Jetzt zählt WSG Tirol. Unsere volle und ganze Konzentration liegt auf Samstag", verlautete Trainer Zvonimir Soldo.

Der SCR Altach verteidigt Platz eins in der Qualifikationsgruppe der Bundesliga gegen einen diese Saison gern gesehenen Gegner. St. Pölten hat die jüngsten beiden Duelle mit den Vorarlbergern mit 0:6 und 0:3 verloren. Nach einem hoffnungsvollen Beginn nach der Corona-Pause kassierte St. Pölten am Dienstag eine empfindliche 0:3-Niederlage gegen die Admira. Schlusslicht Wattens sitzt den "Wölfen" bei einem Zähler Rückstand wieder im Nacken. Altach indes holte bei der Austria einen verdienten Sieg im Rennen um einen Platz für das Europa-League-Play-off. Mit einem weiteren Erfolg könnten die Rheindörfer weitere wichtige Zähler sammeln.

Die Reise nach Mattersburg soll der Austria wieder einmal als Krisenbewältigung dienen. Vor etwas mehr als vier Jahren schossen sich die Violetten mit einem 9:0 den Frust von der Seele, im Spätsommer des Vorjahres gewannen sie im Pappelstadion mit 5:1. Was damals der Startschuss in bessere Zeiten sein sollte, blieb als einziger Auswärtserfolg der Austria in der gesamten bisherigen Saison stehen. Am Samstag trachtet die Austria daran, Nummer zwei einzufahren, um eine Wende zu schaffen. Mattersburg könnte die Austria mit einem Heimsieg ebenfalls hinter sich lassen, bei einer Heimniederlage aber gefährlich nahe ans Tabellenende rutschen. SVM-Trainer Franz Ponweiser sagte deshalb: "Ich sehe eine Austria, die sehr unter Druck steht, und einen SV Mattersburg, der sehr unter Druck steht."

Quelle: Agenturen