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Austria gewinnt das Wiener Derby ungefährdet 2:0

Heute, 15:27 · Lesedauer 3 min

Die Wiener Austria ist ihrem Favoritenstatus im 348. großen Wiener Fußball-Derby gerecht geworden. Die Veilchen feierten einen ungefährdeten 2:0-Sieg gegen Rapid. Johannes Eggestein (15.) und Reinhold Ranftl (34.) erzielten die Tore für effiziente Gastgeber gegen schwache Gäste. Salzburg ist weiter Tabellenführer, kam aber in Graz nicht über ein 1:1 gegen den GAK hinaus. Schlusslicht Blau-Weiß Linz beendete seine sieglose Serie mit einem 2:1 gegen den kriselnden WAC.

Leader Salzburg prolongierte damit seinen Fehlstart, nachdem es beim Frühjahrsauftakt ein 0:2 gegen Austria Wien gegeben hatte. Die Wiener wiederum schoben sich auf Platz drei vorbei an Sturm und liegen einen Zähler hinter dem punktgleichen Führungsduo Salzburg und LASK. In der nächsten Runde gastieren die Salzburger beim LASK. Rapid rangiert als Siebenter einen Punkt außerhalb der Meistergruppe.

Kurz vor Spielende kam es in Wien-Favoriten nach Entgleisungen mancher Rapid-Fans mit Raketen- und Böllerwürfen zu einer Unterbrechung. Beide Mannschaften wurden in die Kabinen beordert, nach einigen Minuten wurde die Partie zu Ende gespielt. Auf den Rängen waren erstmals seit September 2024 bzw. vier Derbys die Auswärtsfans wieder zugegen. Die Austria entschied auch das zweite Saisonderby für sich, Rapid ist nun bereits zwölf Bewerbspiele sieglos.

Romeo Amanes Klärungsversuch wurde zur idealen Vorlage für Eggestein, der zum 1:0 einschoss. Eggestein legte auch das zweite Tor durch Ranftl auf. Vor mit 15.600 Zuschauern fanden die Gäste keine Antwort darauf. Mit Fortdauer fand auch die Austria offensiv praktisch nicht mehr statt, das violette Bollwerk zeigte aber auch keine Risse. Im Verwaltungsmodus spielte die Elf von Stephan Helm die Partie über die Zeit. Johannes Hoff Thorup wartet auch nach seinem dritten Spiel als Rapid-Coach auf ein Erfolgserlebnis.

Schneckenrennen

Der Kampf um den Meistertitel in der Fußball-Bundesliga bleibt ein Schneckenrennen. Red Bull Salzburg schaffte am Sonntag zwar die Rückkehr an die Tabellenspitze, enttäuschte allerdings in Graz. Der Vizemeister liegt nach der 19. Runde punktgleich vor dem LASK voran, der am Samstag in Ried 1:1 gespielt hatte. Auch der drittplatzierte Meister Sturm gab beim 0:1 gegen WSG Tirol Punkte ab.

Ein Eigentor von Salzburgs Startelf-Debütant Tim Drexler, das allerdings von der Liga dem Grazer Leon Klassen (16.) gutgeschrieben wurde, machte den Fehlstart der Salzburger perfekt. Mehr als der Ausgleich durch Karim Konate (40.) nach Flanke von Frans Krätzig gelang vor 5.731 Zuschauern in der Merkur Arena nicht. Somit gab es nach dem Heim-0:2 gegen Austria Wien den nächsten Tiefschlag, Coach Thomas Letsch wird in den nächsten Tagen weiter scharfer Wind entgegenwehen. Trotz des Extra-Punktes für den GAK gegen den Ligakrösus schmolz der Vorsprung der "Rotjacken" auf drei Punkte.

Schlusslicht verkürzt

Denn Schlusslicht Blau-Weiß Linz feierte dank Toren von Shon Weissman (44./Elfmeter) und Ronivaldo (80.) den ersten Sieg seit dem 1:0 bei der Wiener Austria am 4. Oktober. Es ist damit freilich auch der erste unter dem neuen Trainer Michael Köllner. Die Wolfsberger, für die Emmanuel Chukwu Resultatskosmetik betrieb (94.), stehen nach sieben Partien unter Coach Ismail Atalan hingegen bei fünf Pleiten, einem Sieg und einem Remis. Blau-Weiß hatte im Heimspiel die gefährlicheren Abschlüsse und gerade, als der WAC auf das 1:1 drückte, schlugen die Linzer aus einem Konter ein zweites Mal entscheidend zu.

Zusammenfassung
  • Austria Wien hat das 348. große Wiener Derby vor 15.600 Zuschauern mit 2:0 gegen Rapid gewonnen und damit das zweite Saisonderby für sich entschieden.
  • Die Tore erzielten Johannes Eggestein (15.) und Reinhold Ranftl (34.), Rapid bleibt nach zwölf Bewerbsspielen weiter ohne Sieg und liegt als Siebenter einen Punkt außerhalb der Meistergruppe.
  • Salzburg bleibt nach einem 1:1 gegen den GAK Tabellenführer, ist aber punktgleich mit dem LASK, während Blau-Weiß Linz mit einem 2:1 gegen den WAC seine sieglose Serie beenden konnte.