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Zeugenreigen nächste Woche im Wöginger-Prozess

Heute, 04:03 · Lesedauer 2 min

Der Amtsmissbrauchsprozess gegen ÖVP-Klubobmann August Wöginger und zwei Finanzbeamte geht kommende Woche in die zweite Halbzeit. Die drei sollen mithilfe des ehemaligen Generalsekretärs im Finanzministerium, Thomas Schmid, einen ÖVP-Bürgermeister in den Chefsessel des Finanzamts Braunau gehievt haben. Am Programm steht in den kommenden Verhandlungstagen eine große Anzahl an Zeugen. Am Dienstag und am Donnerstag sind jeweils sechs Personen geladen.

Am Dienstag ist vorgesehen, dass zunächst fünf Mitbewerberinnen und -bewerber um zwei Chefposten in der Finanz zu Wort kommen. Konkret geht es um Personen, die sich den Hearings für die Vorstandsstelle im Finanzamt Freistadt bzw. im Finanzamt Braunau gestellt haben. Der ÖVP-Bürgermeister hatte sich zuerst für Freistadt beworben, war dort aber nicht zum Zuge gekommen, und danach für Braunau, wo er den Job schließlich bekam. Als sechster Zeuge kommt ein Mitglied einer Hearingkommission dran.

Haben sich die Befragungen der Angeklagten sowie der Hauptzeugen - Thomas Schmids, des ÖVP-Bürgermeisters und der unterlegenen Kandidaten - jeweils über mehrere Stunden gezogen, so dürfte es nun deutlich schneller gehen. Insgesamt wurden in dem Prozess 28 Zeugen geladen, hinzu kommt die Verlesung der Aussagen weiterer. Zumindest einen Zeugen hat die Verteidigung noch zusätzlich beantragt. Ein Urteil soll am 21. April gesprochen werden.

Zusammenfassung
  • Der Amtsmissbrauchsprozess gegen ÖVP-Klubobmann August Wöginger und zwei Finanzbeamte geht kommende Woche in die zweite Halbzeit. Die drei sollen mithilfe des ehemaligen Generalsekretärs im Finanzministerium, Thomas Schmid, einen ÖVP-Bürgermeister in den Chefsessel des Finanzamts Braunau gehievt haben. Am Programm steht in den kommenden Verhandlungstagen eine große Anzahl an Zeugen. Am Dienstag und am Donnerstag sind jeweils sechs Personen geladen.