Wien bleibt im Corona-Krisenstab des BMI

09. Okt 2020 · Lesedauer 2 min

Es war ein Missverständnis. Wien bleibt im Krisenstab des Innenministeriums. Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) will am Freitag persönlich an der Sitzung teilnehmen.

Rund um den zunächst angekündigten Ausstieg der Stadt Wien aus dem Corona-Krisenstab des Innenministeriums hat Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) am Donnerstagabend von einem Missverständnis gesprochen und angekündigt, am Freitag persönlich an der Sitzung des Krisenstabes teilzunehmen. Nun hat auch Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) bekräftigt: Wien bleibt im Krisenstab.

Der eigentliche Krisenstab sei im Gesundheitsministerium angesiedelt und jener im Innenministerium arbeite dem Gesundheitsministerium nur zu, erklärte Ludwig am Abend in der ORF-Wahlkonfrontation, "aber selbstverständlich arbeiten wir als Stadt Wien mit allen Krisenstäben überall dort, wo wir eingeladen sind", daher habe er Hacker ersucht, am Freitag an der Sitzung teilzunehmen.

Anschober lobt Zusammenarbeit mit Stadt Wien

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) betonte am Freitag, dass es mit der Bundeshauptstadt eine "sehr gute Zusammenarbeit gebe" und deren Engagement gut sei. Bei den Querelen handle es sich um "Begleitgeräusche vor der Wahl", die das Gesundheitsministerium nicht betreffen.

Die Wien-Wahl findet am Sonntag statt. "Es wird einfacher werden nach der Wahl", konstatierte Anschober. Er geht davon aus, dass dann "wieder klarere, einheitliche Botschaften formuliert" werden und die Teamstimmung, "die ich mir in der Bevölkerung wünsche, wie auch in der Politik" wieder vorhanden sein werde.

Die Schutzmaßnahmen der Stadt für die Abgabe der Stimmen am Sonntag seien "vernünftig gemacht". Außerdem wurden die Bürger auch dazu bewegt, Wahlkarten zu nutzen, sagte Anschober.

Quelle: Agenturen / Redaktion / spe