APA - Austria Presse Agentur

Wieder Präsenzunterricht für getestete Schüler

01. Feb 2021 · Lesedauer 2 min

An den Schulen soll nach der Rückkehr aus den Semesterferien wieder Präsenzunterricht stattfinden - allerdings dürfen daran nur Schüler teilnehmen, die sich auch einem Corona-Test unterziehen. An den Volksschulen dürfen alle getesteten Schüler gleichzeitig in die Klassen zurückkehren, an den anderen Schulen wird ein Schichtbetrieb mit zwei Gruppen eingeführt, die sich alle zwei Tage abwechseln. Am fünften Wochentag bleibt es an letzteren beim Distance Learning.

Damit haben sich die bisherigen Pläne geändert: Ursprünglich war ein Schichtbetrieb in allen Schulen geplant gewesen. Die Volksschulen wechseln nun allerdings für alle Getesteten von Montag bis Freitag in den normalen Präsenzunterricht. Begründet wurde dies etwa vom Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) mit den stark gestiegenen Betreuungszahlen an den Schulen. Diese hatten sich zuletzt vielfach nicht mehr stark von normalem Unterricht unterschieden. Große Einschränkung: Wer sich nicht an der Schule testen lässt, muss künftig daheimbleiben und bekommt Arbeitsaufträge. Der Test hat jeweils eine Gültigkeit von 48 Stunden - nötig sind also zwei Tests pro Woche.

Auch an den höheren Schulstufen gibt es Abweichungen vom bisherigen Plan: Bisher war ein Schichtbetrieb mit zwei Gruppen und täglichem Wechsel der Gruppen vorgesehen, die Schulen haben dies vor allem in Wien und Niederösterreich auch bereits so eingeteilt und den Eltern kommuniziert. Nun soll zunächst am Montag und Dienstag die Gruppe A in der Schule sein, Mittwoch und Donnerstag die Gruppe B und am Freitag alle Schüler daheim im Distance Learning verbleiben. In der Woche darauf beginnt dann die Gruppe B. Begründet wird die Änderung bei der Gruppeneinteilung mit den Tests an der Schule: So reicht pro Schüler ein Test pro Woche. Auch hier gilt: Wer nicht an den Tests teilnimmt, erhält Arbeitsaufträge.

Zum Einsatz kommen die vom Bildungsministerium eingekauften sogenannten "Nasenbohrertests". Mit diesen erfolgt die Abnahme eines Abstrichs durch den Schüler selbst im vorderen Nasenbereich. Anschließend wird der Tupfer in einem Faltkarton mit einer Flüssigkeit beträufelt, der Karton anschließend zugeklappt. Innerhalb weniger Minuten erscheint dann das Ergebnis auf der Vorderseite. Bei einem positiven Resultat sind die Gesundheitsbehörden zu verständigen und ein PCR-Test durchzuführen.

Die Details will Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) bei einer Pressekonferenz am Dienstag vorstellen.

Quelle: Agenturen