Weitere Unruhen im Westen Irans
Auch die regierungsnahe Nachrichtenagentur Fars berichtete auf Telegram über Unruhen der Stadt. Dem Bericht zufolge setzten Demonstranten drei Banken in Brand. Der Gouverneur der Stadt forderte unterdessen Verständnis für die Proteste. "Die Stimme der Menschen muss gehört werden", zitierte ihn das Portal Chabaronline. Protest dürfe jedoch nicht zur Gewalt führen, sagte er.
In den Provinzen geht Irans Staatsmacht seit Beginn der Proteste vor mehr als einer Woche deutlich härter vor als in den Metropolen. Menschenrechtlern zufolge wurden bei den Unruhen bisher mindestens 29 Menschen getötet. Auslöser der Demonstrationen war die schwere Wirtschaftskrise. Die Proteste richten sich inzwischen jedoch offen gegen die autoritäre Herrschaft der Islamischen Republik.
Zusammenfassung
- Im Westen Irans ist es in der mehrheitlich kurdischen Provinz Ilam erneut zu schweren Protesten gekommen, bei denen laut Menschenrechtlern mindestens 29 Menschen seit Beginn der Unruhen getötet wurden.
- In der Stadt Malekshahi riefen Trauernde bei einem Begräbnis von getöteten Demonstranten laut Videos Protestslogans wie "Tod dem Diktator" und Demonstranten setzten drei Banken in Brand.
- Die Proteste, die durch die schwere Wirtschaftskrise ausgelöst wurden, richten sich inzwischen offen gegen die autoritäre Führung der Islamischen Republik und dauern seit mehr als einer Woche an.
