Warum Mückstein die Öffnungsschritte für Mai jetzt mitträgt

26. Apr 2021 · Lesedauer 2 min

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein spricht mit PULS 24 Infochefin Corinna Milborn über seinen augenscheinlichen Sinneswandel bei den bevorstehenden Öffnungsschritten.

Vor ziemlich genau vier Wochen war Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein, damals noch Hausarzt, zu Gast bei "Pro und Contra". Damals plädierte er gegen Öffnungen, nun trägt er den Öffnungsplan der Bundesregierung für Mitte Mai mit. Woher der Sinneswandel, fragt ihn am Montag PULS 24 Infochefin Corinna Milborn im Interivew.

"Es hat sich zu dem Zeitpunkt vor vier Wochen für mich nichts geändert in der Einstellung", sagt Mückstein. "Die Intensivstationen zu schützen in den Kapazitäten muss oberstes Ziel sein", so Mückstein, darüber herrsche Konsens. Es gebe aber einen gewissen Spielraum. Viele Branchen bräuchten Planbarkeit, weshalb man Öffnungsschritte zumindest in Aussicht stelle.

Es gebe Modellrechnungen, die besagen, dass man die Inzidenz bis dahin senken könne. "Das sind drei Wochen, bis dahin kann noch viel getestet und geimpft werden", meint Mückstein. Allerdings gelte weiterhin: Die Inzidenz müsse fallen. Das könne man durch Testen und Impfen erreichen, so der Gesundheitsminister.

Appell zur Impfung

Dringend appelliert der Minister an die Bevölkerung, dass sich jeder impfen lasse: Wer einen Termin bekomme, solle "sofort hingehen". Er verstehe, dass manche Menschen vielleicht Bedenken hätten, aber: "Man kann sagen, dass jeder Impfstoff in Österreich sicher ist", betont Mückstein.

Geimpft oder getestet "nicht das Gleiche"

Auch zum Grünen Pass ließ der Gesundheitsminister aufhorchen: "Es ist nicht das Gleiche, wenn man geimpft oder getestet ist", so der Minister. Die beiden Möglichkeiten müsse es geben, da sich viele Menschen nicht impfen lassen können, aber er warnt: "Wer sich bis Sommer 'durchtesten' will, dem muss man sagen, bitte lass dich impfen, sonst ist es im Sommer nicht vorbei."

Quelle: Redaktion / hos