Vogl zu Wien Energie: "Könnte politische Köpfe kosten"

30. Aug. 2022 · Lesedauer 2 min

Wenn sich die Spekulations-Vorwürfe gegen die Wien Energie als richtig herausstellen, könnte es "definitiv zu Konsequenzen" kommen, sagt "Kronen"-Journalist Erich Vogl im PULS 24 Interview.

Finanzminister Magnus Brunner (ÖVP) bezeichnete im "Ö1-Morgenjournal" die Geschäfte der Wien Energie als "mutmaßlich spekulativ". Sollte sich dies als wahr herausstellen, wäre dies "grob fahrlässig" gewesen und könnte "definitiv Konsequenzen" mitbringen, meint Erich Vogl, Journalist bei der "Kronen Zeitung" im PULS 24 Interview.

Es handle sich um ein "hochpolitisches Thema" und er geht davon aus, dass der Vorfall durchaus "politische Köpfe kosten" könnte. Mit Sicherheit könne man das in Österreich "bei solchen Geschichten" allerdings nicht sagen, fügte er jedoch hinzu. Vogl mutmaßt, dass es für Wiens Finanzstadtrat Peter Hanke (SPÖ) womöglich eng werden könnte. Die FPÖ Wien und ÖVP Wien fordern bereits Konsequenzen. 

Vogl: "Wien wusste was kommt"

Die Verantwortlichen würden in der Politik sitzen, meint der Journalist. Die Stadt Wien dementiert bisher Spekulationsgeschäfte. Laut Vogl habe Wien gewusst, was kommen werde. Es wollte allerdings ein Krisenszenario entwerfen, um der Öffentlichkeit die "fehlenden Milliarden Euro" glaubhaft darzustellen. Finanzstadtrat Hanke sieht die Schuld im "überhitzen Strommarkt" und meinte alles sei gesichert. Vogl ist der Ansicht, dass die Stadt Wien die Situation "beschwichtigen" und sagen wird: "Alles ist in Ordnung". 

Vorfall kommt für ÖVP gelegen

Für die ÖVP komme die Causa Energie Wien gelegen, da diese in den Umfragewerten derzeit schlecht abschneiden würde. Das "rote Wien" wäre schon lange ein Feindbild der Bundes-ÖVP. Der Skandal wäre ein gefundenes Fressen für die Opposition, denn die Vorwürfe "wiegen schwer", so Vogl.

Der Sprecher des Rechnungshofs Christian Neuwirth hat nun angekündigt eine Prüfung bei der Wien Energie durchzuführen. Das hatte schon Finanzminister Brunner in den Raum gestellt. 

Astrid PozarekQuelle: Redaktion / poz