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"Völlig unverständlich": Mattle kritisiert Schulstartpaket

17. Juli 2022 · Lesedauer 2 min

Tirols ÖVP-Obmann und Landtagswahl-Spitzenkandidat Anton Mattle übt in Sachen Schulstartpaket Kritik an der türkis-grünen Bundesregierung - und besonders an Grünen-Sozialminister Johannes Rauch.

Dass der Sozialminister nach heftiger Kritik jetzt doch nachgebessert habe, sei "zwar schön", aber für den heurigen Schulstart "viel zu spät". "Der Bund handelt hier zu zögerlich", erklärte Mattle gegenüber der APA.

Kein Verständnis für Gutscheine statt Sachleistungen

Mit "viel zu spät" spielt Mattle darauf an, dass die Erhöhung - Schulkinder erhalten Gutscheine in der Höhe von 120 Euro (zuletzt wurden 40 Euro draufgelegt) - erst ab 1. Jänner 2023 schlagend wird. "Für mich ist das völlig unverständlich, schließlich erleben wir gerade eine enorme Teuerungswelle. Wir müssen hier solidarisch sein, und auch jene unterstützen, die es schwer haben. Denn auch das ist für mich gelebte Chancengleichheit", sagte Mattle seines Zeichens auch Jugend- und Familienlandesrat.

"Unverständlich" ist es für Tirols Neo-ÖVP-Landesparteiobmann auch, dass es statt Waren in Zukunft nur noch Gutscheine geben wird, die jedoch ausschließlich bei den Ketten Pagro und Libro einlösbar seien. Prinzipiell sei ein Gutschein im Sinne der kleinstrukturierten Wirtschaft sinnvoll, warum hier aber nicht auch regionale Unternehmen in den Bundesländern eingebunden werden, erschließe sich ihm nicht, so Mattle.

Tirol hat Beihilfe bereits zu Beginn des Jahres erhöht

Gleichzeitig hob der Landesparteiobmann, der am 25. September federführend eine Landtagswahl zu schlagen hat, die seiner Ansicht nach besonderen Leistungen in Tirol hervor. Das Bundesland habe bereits zu Jahresbeginn die Schulkosten-Beihilfe erhöht, und den BezieherInnen-Kreis deutlich erweitert. Außerdem sei Tirol im Bundesvergleich bei der Schulkosten-Beihilfe im Spitzenfeld - "einige Länder zahlen das nur für Erstklässler aus, bei uns gibt es das bis Ende der Schulpflicht jährlich", hob Mattle hervor.

Quelle: Agenturen / Redaktion / msp