Kogler: Was Kickl erzählt ist "lebensbedrohlich"

07. Dez. 2021 · Lesedauer 2 min

Der "faktenbefreite Unsinn" einzelner FPÖ-Abgeordneter ist für Vizekanzler Werner Kogler "unerträglich", "unverantwortlich" und "lebensbedrohlich".

Wären einzelne Abgeordnete der freiheitlichen Partei "nicht politisch immun, würden die aus meiner Sicht wegen gemeingefährlicher Kurpfuscherei aus dem Verkehr gezogen werden müssen". Für Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) sind die Aussagen von u.a. FPÖ-Chef Herbert Kickl und Nationalratsabgeordneter Dagmar Belakowitsch "unerträglich" und "völlig unverantwortlich". Was "der Herr Kickl immer erzählt" ist "lebensbedrohlich. Mittlerweile sterben ja tatsächlich Leute daran, weil sie den Medikamentenvorschlägen des Herrn Kickl folgen", so Kogler im PULS 24-Interview. Der Vizekanzler bezieht sich hierbei auf die von Kickl und weiteren Vertretern der FPÖ immer wieder empfohlene Nutzung des Pferde-Entwurmungsmittel Ivermectin bei einer Corona-Erkrankung.

Belakowitsch hingegen behauptete im Rahmen der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen am vergangenen Samstag, es seien "nicht die bösen Ungeimpften", die die Spitäler füllen. "Oh nein, das sind ganz ganz viele Geimpfte, die aufgrund eines Impfschadens behandelt werden müssen." Nicht nur für Experten, sondern auch für Kogler "faktenbefreiter Unsinn, der für das Kollektiv genauso lebensbedrohlich wird".

Der Vizekanzler fordert einen Zusammenschluss und eine gemeinsame Zurückweisung dieser Aussagen – auch von den Medien. "Es muss jetzt Schluss sein, dass wir mit lebensgefährlichen Ansagen, Vergleichen, falschen Statistiken hier ein Augenzwinkern betreiben."

Hinweis: Das gesamte Interview mit Vizekanzler Werner Kogler sehen Sie am Dienstag ab 22.20 Uhr im Newsroom LIVE auf PULS 24 und in der ZAPPN-App.  

Quelle: Redaktion / moe