APA - Austria Presse Agentur

"Vielleicht eine Busspur": Sima erwägt Tangenten-Sperre für Transit

02. Juli 2021 · Lesedauer 2 min

Ulli Sima, Stadträtin für Mobilität und Stadtplanung, will im Fall des Baus einer Nord-Ost-Umfahrung die Wiener Tangente für den Transit sperren und rückbauen.

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) kündigte am Donnerstag an, den Bau des Lobau-Tunnels und der S1 in Wien zu stoppen und generell alle Bauprojekte der Asfinag prüfen zu lassen. Die Stadt Wien reagierte empört, besonders die amtsführende Stadträtin für Innovation, Stadtplanung und Mobilität, Ulli Sima.

Rückbau-Pläne

Am Freitag äußerte sich die Stadt-Politikerin dazu auf "W24". Ihre Pläne sehen vor, die Wiener Tangente transitfrei zu machen. "Wenn es eine Nord-Ost-Umfahrung für Wien gibt, ist es für mich vollkommen klar, dass die Tangente dann für den Transit gesperrt werden muss", so Sima. "Das heißt, wir können die Tangente dann zurückbauen." Die Stadträtin überlegt, stattdessen eine Busspur einzurichten. Was sie nicht wolle, sei, dass die Hauptstadt dann mit zwei überlasteten Straßen zu kämpfen hat - die Tangente und eine Umfahrung. Diese mache nur Sinn, wenn Autofahrer, die gar nicht nach Wien wollen, dieses auch umfahren können.  

Seit fast zwei Jahrzehnten wird über die Nord-Ost-Umfahrung gestritten. Besonders der Lobau-Tunnel stößt bei Umweltschützern auf Widerstand. 

Marianne LamplQuelle: Redaktion / lam