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Viele Verletzte nach Einschlag in Wohngebiet in Charkiw

Heute, 14:18 · Lesedauer 2 min

In der Ukraine sind bei einem Angriff auf die Großstadt Charkiw nach Behördenangaben zahlreiche Menschen verletzt worden. Nach vorläufigen Informationen hätten zwei Raketen ein Wohngebiet getroffen, schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj am Freitag in sozialen Medien. Die genaue Zahl der Opfer sei noch unbekannt. Selenskyj warf Russland vor, trotz internationaler diplomatischer Bemühungen das Töten fortzusetzen.

Der Charkiwer Bürgermeister Ihor Terechow schrieb bei Telegram zunächst von 16 Verletzten und erheblichen Schäden nach einem Treffer auf ein Hochhaus. In der südukrainischen Stadt Cherson wurde unterdessen ein 51-Jähriger bei russischem Beschuss tödlich verletzt, wie der dortige Gebietsgouverneur Olexander Prokudin mitteilte. Durch Attacken auf ein Wärmekraftwerk könne es zu Unterbrechungen der Wärmeversorgung kommen, hieß es weiter.

Das Energieministerium der Ukraine teilte am Vormittag mit, dass Russland erneut die Energieinfrastruktur vor allem in den Gebieten Saporischschja und Mykolajiw attackiert habe. In zahlreichen Regionen des Landes gibt es infolge der Schäden durch russische Angriffe nur stundenweise Strom.

In der größtenteils russisch besetzten Region Luhansk seien mehr als 85.000 Energiekunden nach ukrainischen Angriffen ohne Strom, schrieb die staatliche russische Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf Besatzungsbehörden. Betroffen seien vier Städte und angrenzende Siedlungen.

Die Angaben der Kriegsparteien lassen sich nicht unabhängig prüfen. Russland überzieht die Ukraine seit fast vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg. Als Teil ihres Abwehrkampfes gegen die russische Invasion greift die Ukraine auch immer wieder Ziele in Russland an. Die Zahl der Opfer und das Ausmaß der Schäden in Russland stehen aber in keinem Verhältnis zu den vom russischen Militär angerichteten Zerstörungen in der Ukraine.

Zusammenfassung
  • Bei einem russischen Raketenangriff auf die Großstadt Charkiw wurden nach Angaben des Bürgermeisters mindestens 16 Menschen verletzt und ein Hochhaus erheblich beschädigt.
  • In der südukrainischen Stadt Cherson kam ein 51-jähriger Mann bei Beschuss ums Leben, zudem wurden durch Angriffe auf ein Wärmekraftwerk Unterbrechungen der Wärmeversorgung befürchtet.
  • Landesweit kommt es nach russischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur, insbesondere in den Regionen Saporischschja und Mykolajiw, zu stundenweisen Stromausfällen, während in der Region Luhansk mehr als 85.000 Energiekunden ohne Strom sind.