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Vertraute und Journalisten werden befragt im U-Ausschuss

07. Feb. 2026 · Lesedauer 2 min

Der parlamentarische Untersuchungsausschuss zu den Ermittlungen in der Causa Pilnacek konzentriert sich kommende Woche auf jenen Tag, an dem der Leichnam des einstigen Justiz-Sektionschefs gefunden wurde. Als Auskunftspersonen sind am Mittwoch jene zwei Frauen geladen, die Pilnacek als letzte Personen lebend gesehen haben. Am Donnerstag sagen zwei Journalisten aus, die sich mit dem Fall beschäftigt haben.

Die Frauen, die in einem Haus nahe des Fundorts zusammen wohnten, haben bereits ausführlich vor Gericht Stellung genommen. Eine der beiden hatte Pilnacek abgeholt, nachdem der einstige Sektionschef nach einer Alkohol-Fahrt von der Polizei aufgehalten worden war. Die Frau war auch einstige Assistentin des ehemaligen Innenministers Wolfgang Sobotka (ÖVP).

Auch die zweite einstige Vertraute Pilnaceks war eine der letzten Personen, die Pilnacek lebend gesehen hat. Sie hatte sich in der besagten Nacht mit der zweiten Auskunftsperson auf die Suche nach ihm gemacht, nachdem dieser von einem Spaziergang nicht mehr zurückgekehrt ist. Beide Frauen waren auch an jener Stelle an einem Seitenarm der Donau, wo Pilnaceks Leichnam von einem Baggerfahrer gefunden worden war.

Am zweiten Befragungstag, am Donnerstag, sind zwei Journalisten geladen - zum einen der ehemalige Politiker Peter Pilz, der ein Buch über die Causa geschrieben hat. Er wurde bereits wegen übler Nachrede in erster Instanz nicht rechtskräftig verurteilt, da er in dem Buch Mutmaßungen angestellt hatte, Spitzenbeamte könnten versucht haben, den tatsächlichen Hergang zu vertuschen. Bei Rechtskraft könnte auch das Buch eingezogen werden.

Auch bei der zweiten Auskunftsperson erwarten sich vor allem die Abgeordneten der FPÖ zahlreiche Wahrnehmungen zum Untersuchungsgegenstand. Der Journalist Erich Vogl beschäftigte sich mit dem Tod Pilnaceks und dem Umgang mit möglichen Beweismitteln, etwa dem Laptop des Verstorbenen. Vogls Aussagen vor Gericht über angebliche politische Interventionsversuche bei seinem Arbeitgeber zogen auch berufliche Konsequenzen nach sich.

Zusammenfassung
  • Der U-Ausschuss zur Causa Pilnacek konzentriert sich nächste Woche auf die Ereignisse rund um den Tod des ehemaligen Justiz-Sektionschefs, wobei am Mittwoch zwei Frauen befragt werden, die Pilnacek zuletzt lebend gesehen haben.
  • Die befragten Frauen wohnten in der Nähe des Fundorts an der Donau, eine davon war frühere Assistentin von Ex-Innenminister Sobotka (ÖVP), und beide waren an der Stelle, wo Pilnaceks Leichnam entdeckt wurde.