Verletzte nach neuen russischen Angriffen auf die Ukraine
Vier Personen seien verletzt worden, als eine Drohne in der Nähe eines Mehrfamilienhauses im Dorf Nowopokrowka einschlug, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Fünf weitere erlitten demnach dort und drei weitere im Dorf Kamjana Jaruga eine akute Stressreaktion. Damit reagiert der Körper nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO auf ein sehr belastendes, potenziell traumatisches Erlebnis. Zu häufigen Symptomen gehören unter anderem Flashbacks des Ereignisses und Albträume.
Der Gouverneur des südukrainischen Gebiets Odessa, Oleh Kiper, sprach zudem von einem Angriff auf ein ziviles Schiff unter der Flagge Panamas im Schwarzen Meer. Es habe den ukrainischen Hafen Tschornomorsk verlassen und Mais transportiert. Es gebe verletzte Besatzungsmitglieder, schrieb er bei Telegram, ohne Details zu nennen.
In Russland sprach der Gouverneur des Gebiets Saratow, Roman Bussargin, von drei Verletzten nach ukrainischen Drohnenangriffen. Er sagte aber nicht, wo genau. In Saratow an der Wolga gibt es eine Ölraffinerie und in deren Nähe einen großen Luftwaffenstützpunkt der russischen Streitkräfte.
Selenskyj: Bemühen uns um Verschiebung der trilateralen Gespräche
Die Ukraine bemüht sich unterdessen um eine Verschiebung der Gespräche zur Beendigung des Kriegs. Hintergrund sei die Lage im Nahe Osten, teilte Präsident Selenskyj am Donnerstag mit. Die Ukraine habe diesbezügliche mit den USA Kontakt aufgenommen. Es sei über eine Verschiebung und Verlegung der nächsten Runde gesprochen worden. "Das nächste trilaterale Treffen zwischen der Ukraine, den USA und Russland war für den Zeitraum vom 5. bis 9. März geplant, abhängig von den Entwicklungen weltweit. Derzeit gibt es einen weiteren Krieg im Nahen Osten", erklärte Selenskyj auf X.
Zusammenfassung
- Russland griff in der Nacht auf Donnerstag erneut die Ukraine an, wobei im Gebiet Charkiw vier Menschen durch Drohnenangriffe verletzt und insgesamt acht weitere Personen in Nowopokrowka und Kamjana Jaruga mit akuten Stressreaktionen registriert wurden.
- Der ukrainische Präsident Selenskyj kündigte an, dass die für den 5. bis 9. März geplanten trilateralen Gespräche zur Kriegsbeendigung wegen der Lage im Nahen Osten und nach Abstimmung mit den USA verschoben werden sollen.
