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Verletzte nach Angriffen in Ukraine - Schäden in Russland

Heute, 09:37 · Lesedauer 2 min

Bei russischen Angriffen aus der Luft sind in der Ukraine mehrere Menschen verletzt worden. In der Stadt Charkiw schlug nach Behördenangaben in der Nacht auf Freitag eine Rakete in einem Wohnblock ein. Acht Menschen seien dabei verletzt worden, teilte der ukrainische Katastrophenschutz über Telegram mit. Weitere Verletzte gab es demnach bei Drohneneinschlägen. In der Industrieregion Dnipropetrowsk wurde eine 17-Jährige bei Artillerie- und Drohnenangriffen verletzt.

Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte Russland neben der Rakete in der Nacht auch etwas mehr als 100 Drohnen ein. 93 seien abgeschossen oder mit Funkstörungen zur Landung gebracht worden, teilte die Flugabwehr mit.

Auf der Gegenseite verursachten Drohnen erneut Schäden weit im russischen Hinterland. Wie in den Nächten zuvor waren die russischen Ostseehäfen Primorsk und Ust-Luga Ziel der Attacken. Alexander Drosdenko, Gouverneur des Umlands der Millionenstadt St. Petersburg, sprach von 36 abgeschossenen Drohnen. Folgen nannte er nicht. Dem ukrainischen Internetportal Exilenova zufolge sind erneut Brände in den Häfen ausgebrochen, die für Russlands Ölexport wichtig sind.

Zudem traf es eine Phosphatfabrik und ein Stahlwerk in der Großstadt Tscherepowez im nordrussischen Gebiet Wologda. Acht Einschläge habe es in der Region gegeben, schrieb Gouverneur Georgi Filimonow. Das Phosphatwerk Apatit ist für die russische Düngemittel- sowie Sprengstoffproduktion wichtig. Das Stahlwerk, das zum Konzern Severstal gehört, ist nach Angaben der Leitung weiter in Betrieb. Ernsthafte Beschädigungen gebe es nicht, hieß es.

Zusammenfassung
  • Bei russischen Luftangriffen in der Ukraine wurden in der Nacht auf Freitag mindestens acht Menschen in Charkiw und eine 17-Jährige in Dnipropetrowsk verletzt.
  • Russland setzte über 100 Drohnen ein, von denen laut ukrainischer Luftwaffe 93 abgeschossen oder durch Funkstörungen zur Landung gebracht wurden.
  • Ukrainische Drohnen verursachten erneut Schäden und Brände in den russischen Ostseehäfen Primorsk und Ust-Luga sowie Einschläge in einer Phosphatfabrik und einem Stahlwerk in Tscherepowez.