APA - Austria Presse Agentur

Blitzumfrage - Scholz gewinnt auch drittes TV-Triell

19. Sept 2021 · Lesedauer 2 min

SPD-Kandidat Olaf Scholz hat nach einer Forsa-Blitzumfrage für ProSieben/Sat1 auch das dritte Triell am Sonntag im Vorfeld der Wahl zum Deutschen Bundestag gewonnen.

42 Prozent der Befragten sagten demnach, Scholz sei am überzeugendsten gewesen. Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet nannten 27 Prozent als Sieger und Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock 25 Prozent.

Scholz und Baerbock sprachen sich für ein Bündnis ihrer Parteien aus und wünschten die Union in die Opposition. Beide schlossen nur eine Koalition mit der AfD, nicht aber eines mit der Linkspartei aus. Laschet sagt, es sei damit klar, dass es bei der Bundestagswahl am 26. September um eine Richtungsentscheidung gehe. Die Union schließe sowohl ein Bündnis mit der AfD als auch den Linken aus.

Baerbock erwartet von ihrem Kontrahenten Scholz von der SPD bei möglichen Versäumnissen in der Geldwäsche "volle Transparenz". Diese müsse Scholz als Bundesfinanzminister bei der Befragung im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages am Montag leisten, sagte Baerbock. So müsse auch die interne Kommunikation öffentlich gemacht werden.

Laschet forderte einen härteren Kurs in der inneren Sicherheit etwa im Kampf gegen Clan-Kriminalität und im Anti-Terror-Kampf gefordert. "Bei den wenigen, die den Staat missbrauchen, muss man konsequent abschieben", sagt er. Baerbock warf Laschet vor, dass er zu viele Bereiche durcheinanderwerfe. Gefährder müssten notfalls rund um die Uhr überwacht werden, auch wenn dies viel Geld koste, betonte sie.

Rennen für Mehrheit noch offen 

Bei der Befragung von 1000 Bürgern am vergangenen Freitag hatten 55 Prozent der Befragten angeben, dass sie die Wahl für noch nicht entschieden halten. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA im Auftrag von "Bild". Lediglich ein Viertel der Wähler geht davon aus, dass am Ergebnis nicht mehr zu verändern sei. Zugleich gab nur knapp jeder Fünfte (18 Prozent der Befragten) an, die eigene Wahlentscheidung noch nicht fix getroffen zu haben. 

Quelle: Agenturen