APA/Erwin Scheriau

Vergütung für Präsenz- und Zivildiener steigt auf monatlich 500 Euro

22. Okt. 2022 · Lesedauer 2 min

Die Vergütung für Präsenz- und Zivildiener soll ab 1. Jänner 2023 auf monatlich 500 Euro steigen.

Das entspricht einem Plus von rund 140 Euro bzw. knapp 40 Prozent, gaben Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm (beide ÖVP) vor Journalisten bekannt. Ein entsprechender Umlaufbeschluss wurde am Freitag vom Ministerrat gefasst.

Milizbonus bleibt gleich

Derzeit erhalten Grundwehrdiener wie auch Zivildiener monatlich knapp 363 Euro. "Das ist keine wertschätzende Bezahlung", meinte Tanner. Die Erhöhung sei gerade jetzt wichtig: "Da geht es um junge Menschen, die unter der Teuerung leiden." Wie auch schon bisher können bei Vorlage der Anspruchsvoraussetzungen zusätzliche Leistungen wie Wohnkostenbehilfe etc. beantragt werden.

Unverändert bleibt der Milizbonus von 400 Euro monatlich für jene Grundwehrdiener, die sich zur Miliz melden, sowie die weiteren 200 Euro für jene, die darüber hinaus auch noch die Milizkaderausbildung absolvieren.

Zivildiener erhalten 500 Euro

Ebenfalls 500 Euro erhalten künftig die Zivildiener - dazu kommen wie auch bisher die Verpflegungskosten. "Das ist ein Meilenstein für junge Burschen. Ohne Grundwehr- und Zivildiener wären wir schutz- und hilflos", meinte Plakolm. Aber: "Von warmen Worten alleine kann man sich keine Miete und keinen Führerschein leisten."

Technisch muss für die Erhöhung das Heeresgebührengesetz geändert werden. Insgesamt kostet die Erhöhung 30 Mio. Euro - 13,2 Mio. entfallen auf die Präsenzdiener und 16,4 Mio. auf die Zivildiener.

Im Vorjahr waren rund 38.200 Personen stellungspflichtig, davon wurden etwa drei Viertel als tauglich eingestuft. 15.900 entschieden sich für den Grundwehrdienst, 14.200 für den Zivildienst.

Rauch begrüßte Erhöhung

Sozial- und Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) begrüßte die Erhöhung insbesondere für den Zivildienst. Dieser führe viele Jugendliche erstmals an Sozial- und Gesundheitsberufe heran, sagte Rauch in einer Aussendung. Wenn es uns über den Zivildienst zusätzlich gelinge, viele junge Menschen im Gesundheits- und Sozialbereich zu halten, werde dies künftig ebenfalls zu Verbesserungen beitragen.

Auch auf Zivildiener angewiesene Organisationen wie Samariterbund und Lebenshilfe freuten sich in Aussendungen über die Verbesserungen für Zivildiener.

Quelle: Agenturen / Redaktion / poz