APA - Austria Presse Agentur

USA: Republikaner präsentieren weiteres Hilfspaket – und eine Kürzung

28. Juli 2020 · Lesedauer 2 min

Die Corona-Krise hat auch in den USA zu einer hohen Arbeitslosenrate geführt. Nun wurde ein neues Programm vorgelegt. Mit einer entscheidenden Kürzung für Betroffene.

Die täglichen Zahlen aus den USA zeigen, dass das Land die Corona-Krise noch längst nicht unter Kontrolle hat. Das heißt für viele US-Amerikaner, dass sie ihrer Arbeit weiterhin nicht im normalen Umfang nachgehen können und auf staatliche Hilfe angewiesen sind. Helfen soll dabei ein neues von den Republikanern vorgelegtes Hilfspaket im Umfang von etwa einer Billion US-Dollar.

Volk braucht Hilfe

Der republikanische Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, sagte am Montag: "Das amerikanische Volk braucht mehr Hilfe." Diese aber müsse "sorgfältig zugeschnitten" sein. Es solle eine weitere Einmalzahlung von 1.200 US-Dollar für "die meisten" amerikanischen Erwachsenen geben, sagte Senator Chuck Grassley. Die wöchentliche Arbeitslosenhilfe des Bundes soll aber gekürzt werden.

"Die Leute werden nicht arbeiten“

Denn die Unterstützung in Höhe von 600 US-Dollar, die der Bund zusätzlich zu den von den Bundesstaaten ausgezahlten Hilfsgeldern vergibt, führe dazu, dass die Menschen sich darauf ausruhen würden, so Grassley. "Die Leute werden nicht arbeiten. Und was dieses Land braucht, sind mehr Arbeiter", sagte der Senator. Die Unterstützung durch den Staat läuft am Ende des Monats aus.  Statt der Wochenpauschale soll es Lohnersatzzahlungen in Höhe von 70 Prozent geben. Die Kürzung ist eine zentrale Forderung der Republikaner.

Kritik auch von Republikanern

Den Demokraten ging das Paket mit einem Volumen von etwa einer Billion Dollar nicht weit genug. Ihre Zustimmung ist nötig, weil sie im Repräsentantenhaus die Mehrheit stellen. Allerdings kritisierten auch Republikaner den Entwurf. Die Zeit für eine Einigung ist begrenzt: Die bisherige Sonder-Arbeitslosenhilfe des Bundes läuft am Freitag aus. Der Streit findet weniger als 100 Tage vor der Präsidenten- und Kongresswahl statt.

Bisher 3,7 Billionen Dollar

Im Mai wurde im Repräsentantenhaus einen Entwurf eines neuen Paketes mit einem Volumen von 3,7 Billionen Dollar verabschiedet, den der Senat jedoch nicht zur Debatte annahm. Die Zahl der bekannten Infektionen in den USA liegt inzwischen bei etwa 4,2 Millionen, die verzeichneten Todesfälle bei mehr als 146.000.

Quelle: Agenturen / Redaktion / moe