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US-Sonderbeauftragter führt Gespräche in Südkorea

07. Dez 2020 · Lesedauer 1 min

Der US-Sonderbeauftragte für Nordkorea, Stephen Biegun, führt in dieser Woche Gespräche in Südkorea über die stockenden Verhandlungen über das nordkoreanische Atomwaffenprogramm. Biegun werde am Dienstag zu einem viertägigen Besuch in Seoul erwartet, teilte Südkoreas Außenministerium am Montag mit. Am Mittwoch sollen die Gespräche mit südkoreanischen Vertretern einschließlich des Ersten Vizeaußenministers Choi Jong-kun und des Atomunterhändlers Lee Do-hoon beginnen.

Nach Angaben des US-Außenministeriums werden bei den geplanten Gesprächen die Allianz der USA mit Südkorea, die Sicherheit in der indopazifischen Region sowie "die weitere enge Koordination zu Nordkorea" im Mittelpunkt stehen. Biegun hatte die USA bis Anfang des vergangenen Jahres bei einer Reihe von Arbeitsgesprächen mit Pjöngjang vertreten.

Doch seit dem gescheiterten Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un im Februar 2019 in Vietnam kommen die Atomgespräche nicht mehr voran. Beide konnten sich damals nicht auf einen Fahrplan für die atomare Abrüstung Nordkoreas und die Gegenleistungen der USA einigen. In Südkorea wurde erwartet, dass es der letzte Besuch Bieguns in Seoul als stellvertretender US-Außenminister und Nordkorea-Beauftragter der jetzigen Regierung unter Trump sein wird, der im Januar abtreten muss. Trump hatte auf seine guten Beziehungen zu Kim Jong-un gesetzt, um die Atomverhandlungen voranbringen zu können.

Quelle: Agenturen