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US-Demokratin Ocasio-Cortez fordert Ausweisung Bolsonaros

09. Jan. 2023 · Lesedauer 2 min

Der abgewählte brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hält sich im US-Bundesstaat Florida auf, während in seiner Heimat Unruhen durch seine Anhänger ausgebrochen sind.

Nach den Angriffen auf das Regierungsviertel in Brasília durch militante Anhänger des abgewählten Präsidenten Jair Bolsonaro gibt es Forderungen, den rechtsradikalen Politiker aus den USA auszuweisen. "Die USA müssen aufhören, Bolsonaro in Florida Zuflucht zu gewähren", schrieb etwa die demokratische US-Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez am späten Sonntagabend (Ortszeit) auf Twitter.

Bolsonaro hatte die Präsidentenwahl im Oktober verloren und sich Ende Dezember kurz vor der Vereidigung seines Amtsnachfolgers Luiz Inácio Lula da Silva in die USA abgesetzt. Auch der demokratische US-Kongressabgeordnete Joaquin Castro forderte in einem CNN-Interview Bolsonaros Ausweisung. "Er ist ein gefährlicher Mann", sagte Castro unter anderem.

Erinnerungen an Kapitol-Sturm

Radikale Anhänger des rechten Ex-Militärs hatten am Sonntag das Regierungsviertel der brasilianischen Hauptstadt gestürmt. Hunderte Menschen drangen in den Kongress, den Obersten Gerichtshof sowie den Regierungssitz Palácio do Planalto ein. Bolsonaro verurteilte den Angriff auf Twitter zwar. "Friedliche Demonstrationen sind Teil der Demokratie. Plünderungen und Überfälle auf öffentliche Gebäude, wie sie heute stattgefunden haben, fallen jedoch nicht darunter", schrieb der Ex-Staatschef auf Twitter. Zugleich bestritt er aber eine Mitschuld. Beobachter merkten an, dass Bolsonaro während der Angriffe auffällig lange geschwiegen habe.

Die Attacke erinnerte gerade in den USA stark an den Sturm auf das US-Kapitol vom 6. Jänner 2020 durch Anhänger des damals abgewählten Präsidenten Donald Trump.

Quelle: Agenturen / Redaktion / kap