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US-Abgeordnete wollen Dänemark und Grönland unterstützen

Heute, 11:09 · Lesedauer 2 min

Eine überparteiliche Delegation von US-Parlamentariern will Dänemark und Grönland angesichts der Drohungen von US-Präsident Donald Trump die Unterstützung des Kongresses zusichern. Die elfköpfige Delegation unter Leitung des demokratischen Senators Chris Coons sollte am Freitag in Kopenhagen mit der dänischen Regierungschefin Mette Frederiksen und ihrem grönländischen Amtskollegen Jens-Frederik Nielsen zusammentreffen.

Trump hatte erklärt, Grönland sei wegen seiner strategischen Lage und seiner großen Mineralienvorkommen für die Sicherheit der USA von entscheidender Bedeutung. Er hat den Einsatz militärischer Gewalt zur Übernahme der Insel nicht ausgeschlossen.

"In einer Zeit zunehmender internationaler Instabilität müssen wir uns unseren Verbündeten annähern und sie nicht vergraulen", erklärte Senator Coons Anfang der Woche. Die demokratische Senatorin Jeanne Shaheen sagte, die Rhetorik zu einer Übernahme Grönlands untergrabe die NATO und spiele Russland und China in die Hände. "Ich weiß, dass es hier in Dänemark und in Grönland echte, tiefe Besorgnis gibt", sagte sie. "Aber ich glaube, dass sich vernünftigere Köpfe durchsetzen werden." Der Delegation gehören zwar überwiegend Demokraten an, aber auch die republikanischen Senatoren Thom Tillis und Lisa Murkowski sind dabei.

Der Besuch der Kongressabgeordneten folgt auf ein Treffen im Weißen Haus am Mittwoch, bei dem der dänische Außenminister Lars Lokke Rasmussen und die grönländische Außenministerin Vivian Motzfeldt mit US-Außenminister Marco Rubio und Vizepräsident JD Vance zusammenkamen. Dänische Vertreter sagten nach dem Treffen, es sei ihnen nicht gelungen, die Haltung der US-Regierung zum Erwerb Grönlands zu ändern. Rasmussen erklärte am Donnerstag, man sei zur Zusammenarbeit bei der Sicherheit in der Arktis bereit. Dies müsse jedoch "unter Achtung unserer territorialen Integrität, des Völkerrechts und der UN-Charta" geschehen.

Russland: Grönland gehört zu Dänemark

Russland, das laut Trumps Aussagen Grönland ebenfalls im Visier hat, betonte unterdessen, dass es Grönland als dänisches Territorium betrachte. Die Sicherheitslage rund um die Insel sei aus Sicht des Völkerrechts "außergewöhnlich", erklärte das Präsidialamt in Moskau am Freitag zudem.

Zusammenfassung
  • Eine überparteiliche US-Delegation aus elf Kongressmitgliedern, angeführt vom demokratischen Senator Chris Coons, sichert Dänemark und Grönland angesichts von Drohungen durch Präsident Trump die Unterstützung des Kongresses zu.
  • Trump betont die strategische Bedeutung Grönlands für die USA und schließt den Einsatz militärischer Gewalt zur Übernahme der Insel nicht aus, was in Dänemark und Grönland für große Besorgnis sorgt.