APA - Austria Presse Agentur

Unis verschärfen Corona-Maßnahmen

08. Nov 2021 · Lesedauer 3 min

Immer mehr Hochschulen setzen angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen auf strengere Sicherheitsmaßnahmen: Die Uni Klagenfurt führt ab Mittwoch die 2G-Regel ein (geimpft, genesen). Andere Unis und Fachhochschulen planen eine Verschärfung auf 2,5G, Antigentests werden also nicht mehr akzeptiert. Die Wirtschaftsuni (WU) verlangt künftig bei allen Neuanstellungen 2G.

Nachahmer der 2G-Regel an der Uni-Klagenfurt fanden sich beim APA-Rundruf an größeren Hochschulen zunächst keine. An der größten Universität des Landes, der Uni Wien, wurde bereits mit dem heutigen Montag auf 2,5G verschärft und dabei bleibe man, so eine Sprecherin auf APA-Anfrage. Auch an der Uni Salzburg hat man bereits am Freitag auf 2,5G umgestellt.

WU verlangt 2G bei neuem Personal

An der WU gilt 2,5G bereits seit Beginn des Studienjahrs - dabei bleibe man auch. Allerdings werde eine Verschärfung auf 2G bei Veranstaltungen geprüft. Schon fix ist unterdessen, dass die WU bei künftigen Neueinstellungen von Personal verpflichtend einen 2G Nachweis verlangt. Ziel der Maßnahme sei, den laufenden Betrieb sicherzustellen. Bei bestehenden Arbeitsverhältnissen und für Studierende gilt weiter die 2,5G-Regel.

An der Technischen Universität (TU) Wien will das Rektorat am Dienstag eine Verschärfung der Maßnahmen beschließen. Auch dort wird von der 3G- auf eine 2,5G-Regel umgestellt. Bisher war etwa für den Besuch von Lehrveranstaltung ein 24 Stunden alter Antigentest ausreichend - nun wird ein PCR-Test verlangt. Strengere Maßnahmen gibt es für Veranstaltungen mit Feiercharakter: Zutritt dazu haben nur geimpfte und genesene Personen, die zusätzlich einen Test bringen (2G plus). Ähnlich wird es ab kommenden Montag (15.11.) an der Uni Graz sein. Auch dort gilt dann in allen Bereichen der Universität für Bedienstete wie Studierende die 2,5-G-Regel. Zu Veranstaltungen abseits der Lehre haben dann nur Geimpfte und Getestete (2G) Zutritt.

An der Universität Innsbruck wird laut einem Sprecher wahrscheinlich ebenfalls auf 2,5G umgestellt. Dieser Tage finden dazu Beratungen statt. Schon fix ist, dass bei allen Veranstaltungen der Uni, an denen auch Externe teilnehmen, ab 15. November die 2G-Regel gilt. Dort müssen dann also auch Studierende und Unipersonal entweder geimpft oder genesen sein.

Vogl zur 2G-Regel: "Es ist uns einfach nichts anderes übrig geblieben"

Erich Vogl, Journalist bei der "Kronen Zeitung", im Interview mit PULS 24.

Auch FHs setzen auf 2,5G

An den Fachhochschulen wird es ebenfalls schärfere Maßnahmen durch eine Umstellung auf 2,5G geben, erwartet der Generalsekretär der Fachhochschulkonferenz (FHK), Kurt Koleznik. Eine Umstellung auf 2G sieht man dort skeptisch. An den FHs sei die Impfrate mit mehr als 90 Prozent zwar ohnehin recht hoch. Es wäre jedoch nicht zu rechtfertigen, wenn für Studierende ohne Impf- oder Genesungszertifikat extra Hybridangebote oder Online-Kurse geschaffen werden, die dann nur von dieser Gruppe genutzt werden dürfen.

An den Pädagogischen Hochschulen (PH), wo die Lehreraus- und -weiterbildung stattfindet, wird laut Bildungsministerium unterdessen derzeit weiter auf 3G gesetzt, nur an der PH Salzburg hat man mit 2,5G strengere Regeln etabliert. Allerdings gilt an den meisten Häusern zusätzlich Maskenpflicht, einige haben auch ein Ampelsystem mit strengeren Regeln im Falle steigender Infektionszahlen eingerichtet.
 

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam