APA - Austria Presse Agentur

Todesfall nach Corona-Impfung in Schweiz

30. Dez 2020 · Lesedauer 2 min

In der Schweiz starb eine Person nach der Corona-Impfung. Das bestätigten Behörden des Landes am Mittwoch. Jedoch wurden keine Angaben dazu gemacht, ob der Todesfall in Zusammenhang mit der Impfung steht.

In der Schweiz ist eine Person nach einer Impfung gegen das Coronavirus gestorben. "Uns ist der Fall bekannt", sagte eine Sprecherin des Gesundheitsdepartements des Kantons Luzern am Mittwoch. Die Behörden hätten eine Meldung an das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic gemacht, das für die Zulassung vom Impfstoffen zuständig ist.

Die Sprecherin nannte keine weiteren Einzelheiten. Sie machte keine Angaben, ob der Todesfall in Zusammenhang mit der Impfung stehe.

Bisher ist in dem Land einzig die Schutzimpfung von Pfizer und Biontech zugelassen. Anlässlich der Zulassung hatte Swissmedic am 19. Dezember geschrieben, dass die häufigsten in den Zulassungsstudien dokumentierten Nebenwirkungen vergleichbar mit jenen nach einer Grippeimpfung seien. Swissmedic werde die Sicherheit des Impfstoffs genau überwachen und Maßnahmen ergreifen, sollten Sicherheitssignale auftreten, hatte es damals geheißen.

Experte für nüchterne Analyse

Der Simulationsexperte Niki Popper plädiert für eine nüchterne Analyse des Falls. Natürlich sei es wichtig, Nebenwirkungen, Wirksamkeit und andere Eigenschaften der Impfung kritisch anzuschauen. Aber man müsse für eine seriöse Einschätzung "den wirklichen Grund" für den Todesfall abwarten, erklärte er gegenüber der "APA".

Rein statistisch sterbe von 120 Menschen über 80 Jahren jeden Monat knapp ein Mensch. Das gelte auch für jene Über-80-Jährigen, die derzeit geimpft werden - und zwar unabhängig von der gesetzten oder nicht gesetzten Maßnahme. Popper sieht seine Einschätzung als "erste grobe Einordnung, es gebe dabei viele Aspekte, die sich Public-Health-Experten genau anschauen müssen".

Quelle: Agenturen / apb