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Ukraine-Krieg: Britische Marineinfanterie half bei "diskreten Operationen"

Die Marineinfanterie der britischen Royal Navy, das sogenannte Royal Marines Commandos, hat laut eines Berichts bei der Evakuierung der britischen Botschaft in Kiew geholfen. Außerdem soll sie an "anderen diskreten Operationen“ beteiligt gewesen sein.

Das berichtet Robert Magowan, ehemaliger Kommandant der Royal Marines und stellvertretender Chef des Verteidigungsstabs des Vereinigten Königreichs. Worum es sich genau bei diesen "diskreten Operationen" handelt, beschrieb der Ex-Kommandant nicht näher, nur dass die Einsätze "in einem äußerst sensiblen Umfeld" "mit einem hohen politischen und militärischen Risiko" passiert seien. Geäußert  hatte er sich zu dem Einsatz in der Ukraine im "Globe & Laurel Magazine", dem offiziellen Journal der Royal Marines. 

Bei keiner Kampffunktion beteiligt

Magowan gab an, dass die "45 Commando Group kurzfristig aus dem tiefsten dunklen nordnorwegischen Winter" ausrückte, um die britische Botschaft in Kiew zu sichern. Im April kehrten die Einsatzgruppe in die Ukraine zurück, um die "diplomatische Mission wieder aufzubauen und wichtiges Personal zu schützen". Es ist das erste Mal, dass ein hochrangiger Militärbeamter die Entsendung von britischen Marinesoldaten in die Ukraine bestätigt hat.

Ein Sprecher der Royal Navy teilte der "MailOnline" mit, dass die "Royal Marines in die Ukraine entsandt wurden, um die diplomatische Präsenz Großbritanniens im Land zu unterstützen". Sie hätten jedoch in keiner Kampffunktion gedient.

ribbon Zusammenfassung
  • Die Marineinfanterie der britischen Royal Navy, das sogenannte Royal Marines Commandos, hat laut eines Berichts bei der Evakuierung der britischen Botschaft in Kiew geholfen.
  • Außerdem soll sie an "anderen diskreten Operationen“ beteiligt gewesen sein.
  • Das berichtet Robert Magowan, ehemaliger Kommandant der Royal Marines und stellvertretender Chef des Verteidigungsstabs des Vereinigten Königreichs.