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U-Ausschuss: Nehammer kommt, Schmid nicht erreichbar

16. Feb. 2022 · Lesedauer 2 min

Noch vor Start des ÖVP-Korruptions-Untersuchungsausschusses hagelt es Absagen. Zwar hat Kanzler Karl Nehammer zugesagt, Thomas Schmid ist aber nicht erreichbar und Siegfried Wolf verweist auf Termine im Ausland.

Der Untersuchungsausschuss zu mutmaßlicher Korruption durch ÖVP-Vertreter muss gleich zu Beginn mit etlichen Abwesenheiten rechnen. So hat Bundeskanzler und Parteichef Karl Nehammer sein Kommen als Auskunftsperson zwar zugesagt. Wie schon im Ibiza-Untersuchungsausschuss ist aber der ehemalige Generalsekretär im Finanzministerium, Thomas Schmid, nicht erreichbar. Investor Siegfried Wolf wiederum verweist auf Termine im Ausland. Formelle Absagen gibt es aber noch keine.

Schmid, Wolf und den ÖVP-Großspender und C-Quadrat-CEO Alexander Schütz hatte die Opposition gleich zu Beginn der Befragungen geladen, wohlwissend, dass es nicht einfach sein werde, die Auskunftspersonen in den U-Ausschuss zu bewegen. So war Schmid, dessen sichergestellte Handy-Chats die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) zu Ermittlungen in mehrere Richtungen veranlasst hat, auch im Ibiza-Ausschuss so gut wie nicht erreichbar.

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Die Ladung Schmids wurde zumindest zugestellt, bestätigte die Parlamentsdirektion der APA. Darüber hinaus habe es aber "keine Kontaktmöglichkeit" gegeben. Ebenso offiziell geladen ist Wolf, der wegen eines mutmaßlich illegalen Steuernachlasses im Fokus steht. Eine formale Entschuldigung gibt es von ihm nicht. Dennoch machen sich etwa die NEOS keine Hoffnung auf dessen Erscheinen im März, wie am Mittwoch die "Tiroler Tageszeitung" berichtete. Allerdings stehen dem Parlament Zwangsmaßnahmen wie Beugestrafen zur Verfügung.

Auch Unternehmer Schütz hat bereits auf eine rege Tätigkeit im Ausland verwiesen, soll sich laut Opposition aber grundsätzlich gewillt zeigen, im U-Ausschuss auszusagen. Zumindest der Auftakt der Befragungen ist nicht gefährdet: Am 2. März kommt Kanzler Nehammer. Interessant für die Abgeordneten ist vor allem dessen Zeit als Generalsekretär der ÖVP. Fix zugesagt haben auch Ex-Finanzminister Eduard Müller und Peter Pilz. Auch Justizministerin Alma Zadic (Grüne) dürfte ihre Ladung wohl wahrnehmen, wie sie es bereits im Ibiza-U-Ausschuss zwei Mal getan hat.

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Indes arbeitet die ÖVP daran, dass es nicht ein reiner "ÖVP-Ausschuss" wird. Fraktionsführer Andreas Hanger kündigte im "Kurier" an, auch Akten zu den jüngsten Vorwürfen in der BVT-Affäre anzufordern. Ihm geht es um den Vorwurf, der ehemalige Generalsekretär im Außenministerium, Johannes Peterlik, habe eine eigene Sicherheitseinheit mit Vertrauensleuten aus dem BVT einrichten wollen. Dies sei "ein klarer Fall von Postenschacher", begründet Hanger den Zusammenhang mit dem Untersuchungsgegenstand.

Quelle: Agenturen / Redaktion / moe