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U-Ausschuss fährt zu Fundort von Pilnaceks Leichnam

13. Jan. 2026 · Lesedauer 1 min

Der Pilnacek-Untersuchungsausschuss startet am Mittwoch nicht im Parlament, sondern an einem Seitenarm der Donau. Am Vormittag wird ein Bus die Ausschussmitglieder ins etwa eine Stunde von Wien entfernte niederösterreichische Rossatz (Bezirk Krems) bringen, wo der Leichnam des ehemaligen Justiz-Sektionschefs Christian Pilnacek 2023 im Wasser treibend gefunden wurde. Sie sollen sich selbst ein Bild der Begebenheiten machen. Am Donnerstag gibt es dann die ersten Befragungen.

Im Zentrum des von der FPÖ initiierten U-Ausschusses stehen die Ermittlungen nach Pilnaceks Tod. Die Behörden gingen schnell von einem Suizid aus. Nicht nur die Freiheitlichen orteten jedoch Ungereimtheiten; kritisiert wurde etwa, dass Smartwatch und Handy des früheren hohen Justizbeamten nur unzureichend beziehungsweise gar nicht ausgewertet wurden. Geklärt werden soll im U-Ausschuss, ob es politische Einflussnahme auf die Ermittlungen gab. Die ÖVP spricht hingegen von Verschwörungstheorien.

Entdeckt wurde der Leichnam im Oktober 2023 von einem Baggerfahrer. Dieser wird am Donnerstag als erste Auskunftsperson im U-Ausschuss aussagen, will die FPÖ bei der Befragung doch chronologisch vorgehen. Außerdem kommen ein Mitglied der Feuerwehr und ein Polizist, die später zum Fundort kamen, zu Wort.

Zusammenfassung
  • Der Pilnacek-Untersuchungsausschuss startet am Mittwoch mit einer Ortsbesichtigung in Rossatz, wo der Leichnam des ehemaligen Justiz-Sektionschefs Christian Pilnacek im Oktober 2023 gefunden wurde.
  • Im Mittelpunkt des von der FPÖ initiierten Ausschusses stehen die Ermittlungen nach Pilnaceks Tod und die Frage, ob es politische Einflussnahme gab, nachdem die Behörden rasch von einem Suizid ausgingen.
  • Am Donnerstag finden die ersten Befragungen statt, wobei zunächst der Baggerfahrer, der die Leiche entdeckte, sowie ein Feuerwehrmitglied und ein Polizist als Auskunftspersonen geladen sind.