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Türkei: Urteilsverkündung gegen Mesale Tolu vertagt

24. Dez 2021 · Lesedauer 1 min

Im Prozess gegen die Journalistin Mesale Tolu und weitere Angeklagte in der Türkei soll vorerst doch kein Urteil fallen.

"Wieder eine unerwartete Wendung im Prozess: Trotz Ankündigung, soll es heute nicht zu einer Urteilsverkündung kommen", twitterte Tolu. Als Grund sei die Änderung des Gerichtsvorstands genannt worden, sagte der Anwalt Tolus, Keles Öztürk. Die Verhandlung sei auf den 17. Jänner verschoben worden.

Die Journalistin und ihr Ehemann sind bereits 2018 und 2019 nach Deutschland zurückgekehrt. Zuvor war Tolu mehr als sieben Monate in türkischer U-Haft gesessen.

Die Staatsanwaltschaft hatte Tolu und den anderen Angeklagten im Prozess in der ursprünglichen Anklageschrift unter anderem Mitgliedschaft in der linksextremen Marxistisch-Leninistischen Kommunistischen Partei MLKP sowie Propaganda vorgeworfen. Die MLKP gilt in der Türkei als Terrororganisation. In der vorangegangenen Verhandlung forderte die Staatsanwaltschaft dann Freispruch in allen Anklagepunkten für Tolu.

Quelle: Agenturen / Redaktion / koa