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Trump mischt sich in Präsidentenwahl in Honduras ein

27. Nov. 2025 · Lesedauer 2 min

US-Präsident Donald Trump hat sich in die am Sonntag stattfindende Präsidentschaftswahl in Honduras eingemischt und die Bürger des zentralamerikanischen Landes aufgerufen, für den rechten Kandidaten Nasry Asfura zu stimmen. Asfura sei "der einzig echte Freund der Freiheit in Honduras", so Trump am Mittwoch (Ortszeit) auf Truth Social. Er könne mit Asfura zusammenarbeiten, "um die Narko-Kommunisten zu bekämpfen und die nötige Hilfe zu den Menschen in Honduras zu bringen".

Mit Asfuras Kontrahentin, der linksgerichteten Rixi Moncada, und den "Kommunisten", könne er hingegen nicht zusammenarbeiten, erklärte Trump. Der dritte Präsidentschaftskandidat, der rechtsgerichtete Salvador Nasralla, sei "kein vertrauenswürdiger Verbündeter für die Freiheit". Er tue nur so, als sei er ein "Antikommunist", um Asfuras Stimmen abzugreifen, schrieb der US-Präsident.

Der 67-jährige Asfura bedankte sich bei Trump für dessen Unterstützung. "Wir stehen fest zu der Verteidigung unserer Demokratie, unserer Freiheit und der Werte, die unser Land groß machen", erklärte der frühere Bürgermeister der Hauptstadt Tegucigalpa in Onlinediensten.

Trump warnte zugleich vor der angeblichen Einflussnahme von Venezuelas links-autoritären Präsidenten Nicolás Maduro auf die Wahlen in Honduras. "Werden Maduro und seine Narko-Terroristen ein weiteres Land übernehmen, wie schon Kuba, Nicaragua und Venezuela?", schrieb er auf Truth Social.

Seit Monaten ist die Lage zwischen Venezuela und den USA angespannt. Washington wirft Caracas vor, Drogenbanden zu kontrollieren und gezielt gegen die USA einzusetzen und damit die Sicherheit der USA und ihrer Bürger zu gefährden. In den vergangenen Wochen hatte die US-Regierung mehrere Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge in die Karibik entsandt - nach eigenen Angaben, um den Drogenhandel zu bekämpfen.

Seit September greifen US-Streitkräfte immer wieder Boote angeblicher Drogenschmuggler in der Karibik und im Ostpazifik an. Dabei wurden nach US-Angaben bisher mehr als 80 Menschen getötet und mehr als 20 Schiffe versenkt - unter völkerrechtlich mehr als fragwürdigen Umständen. Maduro vermutet dagegen US-Pläne zu seinem Sturz.

Zusammenfassung
  • US-Präsident Donald Trump hat die Bürger von Honduras aufgerufen, am Sonntag für den rechten Kandidaten Nasry Asfura zu stimmen und bezeichnete ihn auf Truth Social als 'den einzig echten Freund der Freiheit in Honduras'.
  • Trump warnte vor einer angeblichen Einflussnahme von Venezuelas Präsident Nicolás Maduro auf die Wahl und stellte den dritten Kandidaten Salvador Nasralla als nicht vertrauenswürdigen Verbündeten dar.
  • Seit September griffen US-Streitkräfte in der Karibik und im Ostpazifik Boote mutmaßlicher Drogenschmuggler an, wobei laut US-Angaben über 80 Menschen getötet und mehr als 20 Schiffe versenkt wurden.