APA - Austria Presse Agentur

Trump erklärt sich zum Wahlsieger

04. Nov 2020 · Lesedauer 2 min

Donald Trump hat in seinem ersten Statement nach der Stimmabgabe zum Wahlsieger erklärt und will das Höchstgericht anrufen.

"Wir haben diese Wahl gewonnen. Wir werden das sichern. Wir werden das Höchstgericht einschalten, die Auszählung muss gestoppt werden", sagte Donald Trump in seinem ersten Auftritt nach der Schließung der Wahllokale in den USA. Er sprach bezüglich der Stimmauszählung von angeblichem "Betrug am amerikanischen Volk".

In Richtung seiner Anhänger sagte er, dass sie sich "für eine große Feier" bereit machen sollen.

Neben Pennsylvania und Michigan behauptete Trump auch Georgia und North Carolina zu gewinnen. Bisher hat noch kein Nachrichtenmedium die letzten beiden Bundesstaaten an Trump gegeben. Bei seinen Behauptungen hat der die noch nicht ausgezählten Briefwahlstimmen ignoriert.

In vielen Staaten sind Hunderttausende möglicherweise entscheidende Stimmen noch nicht ausgezählt. Aus großen Städten in den noch offenen Bundesstaaten Georgia und Pennsylvania haben Journalisten beim Kurznachrichtendienst Twitter gemeldet, dass erst nach der Nacht weiter gezählt würde.

Das US-Nachrichtenmedium "CNN" befürchtet, dass Trump die Auszählung der Stimmen in jenen Orten stoppen will in denen er vorne liegt.

Trumps Statement nach der Stimmabgabe

Das Statement von US-Präsident Donald Trump nach der Schließung der Wahllokale in voller Länge.

Biden-Team: Trumps Aussagen "skandalös"

Das Team von Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat die Aussagen von Amtsinhaber Donald Trump zu einem möglichen Stopp der Stimmenauszählungen bei der US-Wahl als "skandalös" und "beispiellos" zurückgewiesen. Die Rechtsexperten des demokratischen Herausforderers seien aber für eine gerichtliche Auseinandersetzung gerüstet, erklärte am Mittwochmorgen das Wahlkampfteam von Biden.

Niemals zuvor in unserer Geschichte hat ein Präsident der Vereinigten Staaten versucht, den Amerikanern in einer nationalen Wahl ihre Stimme wegzunehmen", hieß es in der Erklärung von Bidens Wahlkampfchefin Jen O'Malley Dillon. 

Nach bisherigem Stand (Stand: 04.11.2020, 11:44 Uhr) sind laut "Associated Press" bisher auf Trump 213 Wahlleute entfallen und auf Joe Biden 238. Erforderlich für den Wahlsieg sind mindestens 270.

 

Der Artikel wurde am 04.11.2020 um 11:44 Uhr aktualisiert.

Quelle: Agenturen / Redaktion / apb