Tirol-Wahl 2027 laut Umfrage mit ÖVP/FPÖ Kopf-an-Kopf-Rennen
Eine Neuauflage der aktuellen schwarz-roten Koalition unter ÖVP-Landeshauptmann Anton Mattle und seinem roten Stellvertreter Philip Wohlgemuth dürfte sich damit nicht mehr ausgehen. Die FPÖ dürfte damit "mit großer Voraussicht" Teil der Landesregierung werden, "weil es einfach keine realistische Mehrheitsfindung neben der Freiheitlichen Partei gibt", sagte Meinungsforscher Christoph Haselmayer in der Tirol-Ausgabe der "Kronen Zeitung" (Samstags-Ausgabe).
Die Umfrage klopfte auch die Chancen von Ex-SPÖ-Landesparteivorsitzendem Georg Dornauer ab, falls dieser nach seinem Parteiausschluss mit einer eigenen Liste antreten würde. Demnach würde er fünf Prozent erreichen und vorwiegend im Wählerteich von ÖVP und SPÖ fischen. Er würde damit hinter der Liste Fritz und den Grünen, die jeweils mit neun Prozent (2022: 9,9 bzw. 9,2 Prozent) abschneiden würden, zurückbleiben. Damit dürfte zwischen SPÖ, Liste Fritz und Grünen ein Kampf um Platz drei entstehen. Den NEOS wurden fünf Prozent prognostiziert (2022: 6,3 Prozent).
In der Umfrage des Instituts für Demoskopie und Datenanalyse wurden die 800 Teilnehmer online gefragt, welche Partei sie wählen würden, sollte die Landtagswahl kommenden Sonntag stattfinden. Der Untersuchungszeitraum erstreckte sich über eine Woche von Ende Februar bis Anfang März. Es wurde eine Schwankungsbreite von +/- 3,5 Prozent angegeben.
Zusammenfassung
- Laut einer aktuellen IFDD-Umfrage im Auftrag der FPÖ liegt die ÖVP mit 32 Prozent knapp vor der FPÖ mit 28 Prozent, während die SPÖ auf neun Prozent abstürzt.
- Eine Neuauflage der schwarz-roten Koalition unter Landeshauptmann Anton Mattle gilt als unwahrscheinlich, da nur mit der FPÖ eine realistische Mehrheitsbildung möglich erscheint.
- Ex-SPÖ-Chef Georg Dornauer könnte mit einer eigenen Liste fünf Prozent erreichen, während Liste Fritz und Grüne jeweils auf neun Prozent und die NEOS auf fünf Prozent prognostiziert werden.
