Tirol: Liste Fritz und FPÖ jubeln, sonst gedämpfte Stimmung

25. Sept. 2022 · Lesedauer 3 min

PULS 24 Info-Chefin Corinna Milborn moderiert gemeinsam mit Krone-Chefredakteur Klaus Hermann die "Runde der Spitzenkandidat:innen". Die FPÖ und Liste Fritz jubeln, während die Stimmung bei den anderen Parteien eher gedämpft ist.

Es sei ein "perfekter Wahlkampf von A bis Z" gewesen erklärt FPÖ-Spitzenkandidat Markus Abzwerger. Die Liste Fritz-Spitzenkandidatin Andrea Haselwanter-Schneider erklärt sich indes zum klaren Wahlgewinner. Ansonsten ist die Stimmung in der "Runde der Spitzenkandidat:innen" moderiert von PULS 24 Info-Chefin Corinna Milborn und Krone-Chefredakteur Klaus Hermann eher gedrückt. 

Mattle: Kein Grund für Jubel, trotzdem Regierungsverantwortung

Anton Mattle gibt sich sichtlich erleichtert über das Ergebnis der ÖVP-Wahl. Er räumt zwar ein, dass es keinen Grund für Jubel gäbe, sieht aber einen klaren Regierungsauftrag. Gründe für das Minus von circa 10 Prozent sieht er beispielsweise in den zahlreichen Krisen. Andere europäische Parteien, die während Corona- und Energiekrise regiert hätten, würden mit ähnlichen Verlusten kämpfen. 

Mattle erklärt zwar, mit allen reden zu wollen, er schließt eine Koalition mit der FPÖ allerdings weiter konsequent aus. Davon abgesehen möchte er sich noch nicht festlegen. "Ich werde auf alle zugehen", erklärt er. 

Dornauer: "Mein Rücktritt steht nicht zur Debatte"

SPÖ-Spitzenkandidat Georg Dornauer hat sein Wahlziel nicht erreicht. Die SPÖ landet unter 20 Prozent und landet voraussichtlich hinter der FPÖ auf Platz 2. Trotzdem gibt sich Dornauer optimistisch, ein Rücktritt stehe nicht zur Debatte. "Dort, wo man den Dornauer kennt, wird er auch gewählt", erklärt er mit Verweis auf das gute Ergebnis in seiner Heimatgemeinde und im Umland.

Dornauer möchte zwar regieren, erklärt aber auch, die SPÖ werde "nicht billig" hergehen. Sollte sich eine Koalition nicht lohnen, werde man in der Opposition bleiben.

Abzwerger: "Perfekter Wahlkampf von A bis Z"

Markus Abzwerger, Spitzenkandidat der FPÖ, jubelt über das Ergebnis seiner Partei. Der Wahlkampf sei "perfekt von A bis Z" gewesen. Aus dem Ergebnis ergibt sich für ihn ein klarer Regierungsauftrag. Die FPÖ werde allerdings kein "billiger Mehrheitsbeschaffer" sein. 

Mair: "Schwarz-Grün ist mit dem heutigen Abend Geschichte"

Weniger erfreut über das Ergebnis ist Grünen-Spitzenkandidat Gebi Mair. Er spricht von einer "schmerzlichen Niederlage". Die Grünen seien zwar "wahrscheinlich nicht die allerersten Ansprechpartner" für eine Koalition, die Partei sei allerdings für Gespräche offen. 

Haselwanter-Schneider: "Ich sehe einen Wahlgewinner: die Liste Fritz"

Jubel gibt es indes bei der Liste Fritz. Spitzenkandidatin Andrea Haselwanter-Schneider sieht ihre Partei als klaren Wahlgewinner. Scharfe Kritik äußert sie allerdings an ÖVP-Spitzenkandidat Mattle. Die Verluste der ÖVP seien zu groß, daraus würde sich kein Regierungsauftrag ergeben.

Oberhofer: NEOS zu Verhandlungen bereit

Der Spitzenkandidat der NEOS Dominik Oberhofer ist zwar etwas enttäuscht über das Ergebnis, schließt aber eine Dreier-Koalition nicht aus. "Da werden wir sicher mal morgen auf einen Kaffee gehen", sagt er mit Blick auf Gebi Meir. Rein rechnerisch geht sich diese Koalition nach derzeitigem Stand knapp aus.

Quelle: Redaktion / mbe