Wallentin: "Regierung ist nicht mehr handlungsfähig"

19. Aug. 2022 · Lesedauer 2 min

Im Newsroom LIVE mit Anchorwoman Sabine Loho betont der Bundespräsidentschaftskandidat Tassilo Wallentin, dass es in Österreich "viele Dinge gibt, die bereinigt gehören". Die Regierung sei "nicht mehr handlungsfähig" und würde diese Zustände "nicht mehr in den Griff bekommen".

Der wesentliche Beweggrund für seine Kandidatur bei der Bundespräsidentschaftswahl sei, dass "alles gegen die Wand fährt", erklärt der Rechtsanwalt und "Krone"-Kolumnist Tassilo Wallentin im Newsroom LIVE.

Regierung ist "nicht mehr handlungsfähig"

"Wir haben eine unheimliche Inflation, die wird im Winter vermutlich bei 15 Prozent liegen. Wir haben eine Verarmung der Menschen, viele wissen nicht wie sie über den Winter kommen. Wir haben möglicherweise einen Gas-Lieferungsstopp im Herbst. Das trifft auch die Industrie. Wir haben auch den Chef des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo), der sagt, wir haben möglicherweise kriegswirtschaftliche Zustände. Wir haben ein Chaos an den Grenzen", so Wallentin.

Dies seien alles Zustände, die bereinigt gehören. Eine Regierung, die "nicht mehr handlungsfähig ist" würde diese "offensichtlich nicht mehr in den Griff bekommen". Der amtierende Bundespräsident Alexander Van der Bellen würde "passiv" handeln und "ein falsches Amtsverständnis haben". 

Ukraine-Krieg: Tassilo möchte Friedensverhandlungen

In Bezug auf den Ukraine-Krieg spricht sich der "Krone"-Kolumnist gegen die Sanktionen gegen Russland aus. Die Sanktionen hätten "weder in Syrien noch in Nordkorea etwas bewirkt". Was diese Sanktionen gegen Russland bewirkt hätten, sei, dass man möglicherweise "ohne Gas dasteht". Sollte der Industrie das Gas ausgehen, würde man sich in einer "vorindustriellen Stufe" befinden und das würde "uns in einem Ausmaß treffen, wie wir es uns nicht vorstellen können". 

"Die Frage ist, warum betreibt man keine Friedenspolitik?", so Wallentin. Laut dem Bundespräsidentschaftskandidaten solle versucht werden mit den Kriegsparteien zu reden und zu vermitteln. Würde man merken, dass die Sanktionen nicht zum Erfolg führen, solle man die Strategie ändern.

"Ich glaube, man sollte einen sofortigen Waffenstillstand erreichen. Dieser ganze Konflikt bedroht den Frieden der Welt", so der Bundespräsidentschaftskandidat Tassilo Wallentin im Newsroom LIVE.

Quelle: Redaktion / ddj