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Syrisches Militär errichtet neue Sperrzonen bei Aleppo

Heute, 11:08 · Lesedauer 2 min

Nach dem Abklingen der Gefechte in Aleppo hat die syrische Armee Orte nahe der Millionenstadt erneut zu militärischen Sperrzonen erklärt. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana veröffentliche eine Karte mit den eingezeichneten Zonen. Die Armee warf den kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) vor, sich unter anderem in Tayr Harfa und Maskanah zusammen mit der PKK und Überresten der früheren Assad-Regierung militärisch neu organisiert zu haben.

Bewohner sollten sich von SDF-Stellungen fernhalten. Alle bewaffneten Gruppen seien aufgerufen, sich östlich des angrenzenden Euphrats zurückzuziehen.

Die SDF wiesen die Vorwürfe zurück. In den genannten Gebieten gebe es "keine militärischen Bewegungen oder Truppenaufstockungen", hieß es in einer Presseerklärung. Alle kursierenden Behauptungen seien unbegründet.

In der vergangenen Woche hatte es in Syriens zweitgrößter Stadt Aleppo schwere Kämpfe zwischen Regierungstruppen und den SDF samt ihren Verbündeten gegeben. Nach tagelangen Gefechten in den de facto kurdisch kontrollierten Stadtteilen wurden die Kämpfe am Sonntag eingestellt. Die kurdischen Kämpfer zogen sich aus den umkämpften Gebieten zurück.

Hintergrund ist der Streit über eine geplante Eingliederung der kurdischen Institutionen und auch der kurdischen Kämpfer in die staatliche Ordnung. Ein Abkommen dazu wurde bisher nicht umgesetzt.

Zusammenfassung
  • Die syrische Armee hat nach tagelangen Gefechten in Aleppo neue militärische Sperrzonen in Orten wie Tayr Harfa und Maskanah ausgewiesen und eine entsprechende Karte veröffentlicht.
  • Bewohner werden aufgefordert, sich von den Stellungen der kurdisch geführten SDF fernzuhalten, während alle bewaffneten Gruppen sich östlich des Euphrats zurückziehen sollen.
  • Die SDF wiesen die Vorwürfe militärischer Neuorganisation zurück und erklärten in einer Pressemitteilung, dass es in den genannten Gebieten "keine militärischen Bewegungen oder Truppenaufstockungen" gebe.