Stocker will über zwei Wehrdienstmodelle abstimmen lassen
Die fünf von der Kommission vorgeschlagenen Varianten sollten auf maximal zwei reduziert werden, betonte Stocker. Empfohlen hatte das Gremium acht Monate Grundwehrdienst und zwei Monate verpflichtende Milizübungen. Daneben enthielt eine weitere Variante sechs Monate Grundwehrdienst mit insgesamt 100 Tagen Milizübungen sowie eine dritte Option vier Monate Grundwehrdienst und 140 Tage Milizübungen.
Daneben wurden noch zwei "Entwicklungsmodelle" für den Fall einer Veränderung der Sicherheitslage aufgezeigt: Die erste enthielt eine geschlechtsneutrale, allgemeine Wehrpflicht mit Rekrutierung vorwiegend auf freiwilliger Basis, 16 Monaten Grundwehrdienst und anschließender selektiver Übungspflicht, die zweite eine generelle Dienstpflicht aller Geschlechter mit acht Monaten Grundwehrdienst und anschließender selektiver Milizübungspflicht.
Zusammenfassung
- Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) will bei der geplanten Volksbefragung über eine Verlängerung des Wehrdienstes nur zwei der ursprünglich fünf vorgeschlagenen Modelle zur Abstimmung stellen.
- Der Status quo mit sechs Monaten Wehrdienst bleibt laut Stocker ausgeschlossen, eine genaue Auswahl der beiden Modelle steht noch aus.
- Die Wehrdienstkommission hatte unter anderem Modelle mit 8 Monaten Grundwehrdienst plus 2 Monaten Milizübung, 6 Monaten Grundwehrdienst plus 100 Tagen Milizübung sowie 4 Monaten Grundwehrdienst plus 140 Tagen Milizübung vorgeschlagen.
