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Sternsinger sammelten 20,2 Mio. Euro für Entwicklungshilfe

Heute, 09:56 · Lesedauer 1 min

Die 85.000 Kinder und Jugendlichen, die heuer unterstützt von 30.000 Erwachsenen als Sternsinger unterwegs waren, haben österreichweit 20,2 Millionen Euro an Spenden gesammelt. Das gab die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar, die die Entwicklungshilfeprojekte, die mit den Spenden finanziert werden, abwickelt, am Dienstag bekannt. Rund 500 Projekte "in Armutsregionen weltweit werden unterstützt - für bessere Lebensbedingungen und ein menschenwürdiges Leben", hieß es.

Die Bundesvorsitzende der Katholischen Jungschar, Martina Erlacher, dankte allen Beteiligten. Ein Anliegen der Dreikönigsaktion ist der Kampf gegen die Kinderarbeit. Trotz des Ziels der internationalen Staatengemeinschaft, die Ausbeutung von Kindern bis 2025 zu beenden, müssten laut der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) weltweit noch immer rund 138 Millionen Kinder schuften - oft statt des Schulbesuchs.

Auch Österreich habe sich zu diesem Ziel bekannt, sei jedoch bisher kein Mitglied der internationalen "Allianz 8.7" von Staaten, die konkrete Maßnahmen setzen, kritisierte die Dreikönigsaktion in einer Aussendung. Im Rahmen des Bündnisses "Kinderarbeit stoppen" fordert die Dreikönigsaktion gemeinsam mit anderen österreichischen NGOs die Bundesregierung auf, dem Netzwerk beizutreten: "Kinder gehören in die Schule, nicht zur Arbeit."

(S E R V I C E - www.kinderarbeitstoppen.at/gerechtigkeit-fordern)

Zusammenfassung
  • 85.000 Kinder und Jugendliche haben unterstützt von 30.000 Erwachsenen als Sternsinger in Österreich 20,2 Millionen Euro für Entwicklungshilfeprojekte gesammelt.
  • Mit den Spenden werden rund 500 Projekte in Armutsregionen weltweit unterstützt, um bessere Lebensbedingungen und ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.
  • Die Dreikönigsaktion fordert gemeinsam mit NGOs die österreichische Bundesregierung auf, der internationalen "Allianz 8.7" beizutreten, um Kinderarbeit zu bekämpfen, von der laut ILO weltweit 138 Millionen Kinder betroffen sind.