APA - Austria Presse Agentur

Steigende Zahlen: Zutritt in Italien nur noch mit 2-G-Regel

22. Juli 2021 · Lesedauer 2 min

Die italienische Regierung hat am Donnerstag strengere Zutrittsregeln als Maßnahme zur Eingrenzung der Delta-Varianten beschlossen. Für den Zutritt zu Kinos, Museen, Theater, Sportevents, Kongresse und andere Großveranstaltungen wird künftig der Grüne Pass notwendig sein.

Geimpft oder getestet, anders kommt man seit Donnerstag in Italien nicht mehr in Innenräume von Restaurants. Diskotheken und Tanzlokale, die seit vergangenem August geschlossen sind, dürfen auch weiterhin nicht öffnen. 

Ausnahmezustand bis Jahresende

Italiens Regierung beschloss zudem die Verlängerung des Ausnahmezustands infolge der Coronavirusepidemie bis Ende 2021. 

Die Regierung hatte den Notstand am 31. Jänner 2020 für sechs Monate ausgerufen, nachdem bei einem chinesischen Paar in Rom das neuartige Virus SARS-CoV-2 nachgewiesen worden war. Er war seitdem mehrmals verlängert worden. 

Die italienische Regierung hat auch neue Kriterien zur Bewertung der epidemiologischen Lage in Italien beschlossen. Bei der Bestimmung restriktiver Maßnahmen soll die Zahl der positiv Getesteten künftig weniger bis gar nicht und stattdessen viel mehr die Auslastung der Betten auf den Covid-19-Abteilungen in den Spitälern der Regionen berücksichtigt werden. Angesichts des Impffortschritts sei dies durchaus vernünftig, erklärte Gesundheitsminister Roberto Speranza. Die Hospitalisierungsrate müsse bei den Eindämmungsmaßnahmen nunmehr stärker ins Gewicht fallen als andere Parameter.

Auch in Österreich plant man laut dem Virologen Andreas Bergthaler Ähnliches. Mehr dazu:  

 

Ministerpräsident Mario Draghi rief die Italiener auf, sich sofort impfen zu lassen. Bisher haben zwei Drittel der Italiener im Alter von über 12 Jahren zumindest eine Impfdosis erhalten. Italien habe das Ziel erreicht, bis zum 20. Juli 60 Millionen Dosen zu verabreichen. 90 Prozent der Menschen im Alter von über 80 Jahren seien immunisiert.

Quelle: Agenturen