SPÖ Kärnten warnt im Finale vor Koalition "alle gegen uns"

03. März 2023 · Lesedauer 3 min

Die Kärntner SPÖ hat am Freitagnachmittag vor ihrer Klagenfurter Parteizentrale am Domplatz ihren Wahlkampf offiziell beendet.

Der amtierende Landeshauptmann und Spitzenkandidat Peter Kaiser verwies auf Erfolge der ablaufenden Periode, warnte aber zugleich vor einer möglichen Koalition, die die SPÖ als vermeintliche Wahlsiegerin überflügeln könnte.

Bei Bier, Frankfurtern und Musik von Rosenheimcop Max Müller lief Kaiser gemeinsam mit seinen Mitstreitern unter einem Zielbogen am von roten Luftballons umrahmten Domplatz ein. Die SPÖ hatte den Wahlkampf - oder die Wahlbewegung, wie es Kaiser formuliert - als 42-tägigen Marathon inszeniert, am Freitag stand sozusagen der letzte Kilometer an.

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Fokus auf Landeshauptmann Kaiser

Was sich durch die Redebeiträge einerseits zog, war die Person Peter Kaiser, andererseits schwebte stets die Warnung vor einer Koalition über dem Platz, die von den anderen Parteien gegen die SPÖ als voraussichtlich stimmenstärkste Kraft geschmiedet werden könnte.

Nicht zuletzt deshalb rief Wahlkampfleiter Andreas Sucher noch einmal auf, in den letzten 36 Stunden vor der Wahl möglichst viele Unentschlossene zu überzeugen: "Wer Peter Kaiser wählt, bekommt Stabilität, Sicherheit und garantierten Erfolg in der Zukunft."

Kaiser verwies auf ehemalige Erfolge

Kaiser selbst betrat unter dem Jubel der mehreren 100 Parteianhänger die Bühne. Man trete nun an, nach "zehn Jahren Verantwortung, die wir für Kärnten wahrgenommen haben". Die Politik sei unter sozialdemokratischer Führung gestanden und habe "klare rote Handschrift" getragen. "Auf dem aufbauend sind wir bereit, die nächsten Jahre zu gestalten."

"Gute Arbeit, beste Bildung, leistbares Leben, gesunde Zukunft und solidarisches Miteinander", skizzierte Kaiser das Wahlprogramm und verwies auf Erfolge aus der ablaufenden Periode, vor allem auf das vor Kurzem beschlossene Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz sowie den "Kärnten Bonus": "Wir lassen niemanden im Stich."

"Ich habe diese Wahlbewegung genossen, sie war getragen von Bescheidenheit in finanzieller Hinsicht, Kreativität und Miteinander. Eine Bewegung bei der ich stolz bin, an der Spitze zu sein", lobte Kaiser seine Wahlkampfhelferinnen und Wahlkampfhelfer. Sein Wahlziel? "Ein Ergebnis, das die Arbeit bestätigt und mit dem das Land unter Führung der SPÖ in die nächste Periode geht", sagte Kaiser.

Sorge vor Koalition ohne SPÖ

Auch er warnte vor einem "verfassungsmäßig korrekten, aber den Willen der Wähler nicht unbedingt widerspiegelnden" Ergebnis, bei dem "der Zweite mit dem Dritten und dem Vierten koaliert". Er möchte jedenfalls weiterarbeiten und: "Ich will mich am Sonntag freuen können, Kärnten wieder einen Schritt nach vorne zu bringen."

Quelle: Agenturen