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SPÖ holte bei Burgenland-Stichwahlen weitere Bürgermeister

22. Okt. 2022 · Lesedauer 2 min

Im Burgenland haben am Sonntag nach den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen vom 2. Oktober zwölf Stichwahlen stattgefunden. Die SPÖ konnte dabei nicht nur in Mörbisch den Bürgermeistersessel zurückgewinnen und in Rust behalten, sondern erzielte insgesamt 95 Bürgermeister.

Ein "historisches Ergebnis" und ein "perfekter Tag für die Sozialdemokratie im Burgenland", jubelte Landeshauptmann und Landesparteichef Hans Peter Doskozil in einer Aussendung.

Mörbisch: SPÖ setzte sich durch

Mörbisch hat mit Bettina Zentgraf von der SPÖ eine neue Bürgermeisterin, sie gewann in der engeren Wahl am Sonntag deutlich gegen den bisherigen ÖVP-Ortschef. In Rust blieb SPÖ-Bürgermeister Gerold Stagl im Amt. In Großhöflein (Bezirk Eisenstadt Umgebung) konnte sich ÖVP-Kandidatin Maria Zoffmann gegen den bisherigen SPÖ-Bürgermeister Heinz Heidenreich durchsetzen. In St. Andrä am Zicksee (Bezirk Neusiedl am See), Frankenau-Unterpullendorf (Bezirk Oberpullendorf) und Loipersdorf-Kitzladen (Bezirk Oberwart) hingegen gelang den SPÖ-Kandidaten ein Sieg gegen die ÖVP-Vertreter. In Kukmirn (Bezirk Güssing) setzte sich die ÖVP klar gegen einen Listen-Kandidaten durch, in Eltendorf (Bezirk Jennersdorf) war es genau umgekehrt.

Deutschkreuz: ÖVP gewann knapp

In Deutschkreutz (Bezirk Oberpullendorf) gewann der ÖVP-Kandidat knapp vor dem SPÖ-Kontrahenten. Der bis September 2021 amtierende Bürgermeister Manfred Kölly (LBL) war bereits im ersten Wahlgang ausgeschieden. In Apetlon (Bezirk Neusiedl am See) und Forchtenstein (Bezirk Mattersburg) setzte sich die SPÖ knapp und in Weiden am See deutlich gegen die ÖVP durch.

"Kein guter Tag für die Volkspartei"

ÖVP-Landesparteiobmann Christian Sagartz erklärte einer Aussendung, dies sei "kein guter Tag für die Volkspartei". Wie bereits vor drei Wochen habe es erfreuliche Ergebnisse neben sehr knappen und schmerzlichen Verlusten gegeben. "Trotz der schwierigen Ausgangssituation ist die Volkspartei das einzige stabile politische Gegengewicht zur SPÖ-Alleinregierung", so Sagartz.

Deutliche Zugewinne hatte die SPÖ auch am 2. Oktober in den Gemeinderäten verzeichnet. Die Roten kamen dabei auf 48,8 Prozent (2017: 44,4 Prozent) bzw. 1.623 Mandate, ein Plus von 162. Die ÖVP verlor von 41,8 auf 39,9 Prozent und erreichte 1.300 Mandate, ein Minus von 64. Die FPÖ halbierte sich von 6,3 auf 3,5 Prozent bzw. von 144 auf 67 Mandate. Die Grünen kamen durch die Zurechnung einer Liste auf ein kleines Plus bei den Mandaten von 27 auf 31, bei 1,9 Prozent. NEOS und MFG stellen jeweils vier Gemeinderäte.

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam